Ein Sommertag an der Ruhr

Bericht von Dennis & Stefan www.wittener-angelteam.de.tl

Hochwasser! Dies ist die Nachricht, die mich schon zum 4. mal in diesem Jahr im Angelladen oder bei icq erreicht. Da sehnt man sich so nach Sonne und es kommt tagelang nur Regen. So war es eine richtige Wohltat als ich ans Wasser gefahren bin und gesehen habe, das die Schleuse des Sees nur noch wenig Wasser flussabwärts ließ! Als dann auch noch die Wettervorhersage für das Wochenende lautete 17°C waren wir nicht mehr zu halten, Stefan und ich. Lennart hatte leider keine Zeit. So fuhren wir unter einem wolkenlosen Himmel an unsere Vereinsstrecke an die Ruhr. Schnell Ruten und Pods aufgebaut, eine gute Hand voll Boilies an die Stelle geschossen und Stuhl in Richtung Sonne gestellt…. Was ein Gefühl! Die Frühlingssonne auf der Haut, fast schon vergessen über den Winter. Doch leider blieb der Erfolg an der Rute leider aus. Kein springender Fisch, kein Zupfer. Nach zwei Stunden fragte mich Stefan, was ich wohl meine, wo man jetzt mit unseren Sachen einen Fisch fangen könnte. Da mir im Angelladen viele Angler berichteten, wo sie es erfolglos probiert haben, riet ich ihm an unserem Ufer weiter die Strecke herunter zu Fischen. Direkt an Ufer. Da wir dazu umziehen mussten wollten wir gerade meine Sachen holen wollten, als der Bissanzeiger wie aus dem nichts schrie! Zur Rute gerannt, angeschlagen: der sitzt! Der Fisch kämpfte an der Rute stark, obwohl das Wasser 4°C kalt war. Nach einem guten Drill konnte Stefan den Karpfen landen: 20 Pfund. Und schon besserte sich die Laune wieder und wir genossen die Sonne sobald unsere Ruten wieder im Wasser waren. 461 462 465 470 475 477

Nach einer weiteren Stunde ging an meiner Rolle der Freilauf los! Meter um Meter nahm der Karpfen Schnur, auch der Anhieb konnte das nicht stoppen. Ein anderer Angler, der auch am Wasser war, kam zu uns und sah sich das Spektakel an. Der Fisch gab einfach nicht auf, nahm immer wieder viele Meter Schnur von der Rolle. Nach einer viertel Stunde endlich konnte ich ihn sehen und es war ein sehr dicker Karpfen! Da ich ihn nicht verlieren wollte nahm ich ihn nicht zu hart ran. Schließlich umgarnten ihn die Keschermachen! Was ein Karpfen! Die Nadel der Waage blieb bei 30 Pfund stehen! Eigentlich hatte sich unser Team dieses Jahr als Ziel, einen 30er zu fangen, gesetzt, doch dass wir dieses Ziel schon am ersten Angeltag des Jahres erreichen würden, hätte niemand gedacht! Bei diesem Traumwetter ein Traumfisch, besser ging es nicht. Und dazu noch unser erster Lederkarpfen an der Ruhr.

Stefan verlor danach noch einen Karpfen, der leider ausschlitze, doch einen weiteren konnte er noch landen: 25 Pfund und auch ein sehr schönes Tier. Nachdem die Sonne schließlich hinter einem Hügel unterging packten auch wir unsere Sachen ein. Also: die Karpfen gerade zu dieser Jahreszeit, in der noch nicht viel Nahrung vorhanden ist oder sogar was Hochwasser fast alle Nahrung weggespült hat, stehen die großen Fische eher am Rand! Dort kommt das meiste Licht hin und schafft neues Wachstum.

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