Rhein-Herne-Kanal
vorgestellt von Roman Milenski Der Rhein-Herne-Kanal erstreckt sich von Duisburg über Oberhausen und Herne, nach Henrichenburg bei Datteln und mündet dort in den Dortmund-Ems-Kanal.
Bereits 1914 in Betrieb genommen, war der Kanal stets eine wichtige Wasserstraße. An vielen Seitenarmen sind noch Ruinen alter Kraftwerke und Fabriken aus Kaiserzeiten zu finden. Als Angler sollte man solche Stellen aber besser meiden, da heute vor allem dort Motorcross-Strecken errichtet wurden oder solche Stellen sogar Treffpunkt für Bandenkriminalität sind. Während des 2.Weltkriegs passierten sogar einige amerikanische Kanonenboote und kleinere Truppentransporter den Rhein-Herne-Kanal. Selten erkennt man, aus dieser Zeit, sogar noch Stellen, an denen deutsche Verteidigungs-Geschütze standen. Auch solche Punkte werden von Angler kaum aufgesucht, denn wer sitzt schon gerne auf Einsturz-gefährdeten Gesteinen. Das klingt jetzt alles vielleicht etwas abschreckend, aber keine Angst, denn solche Sachen sind doch eher Seltenheit. Die Zeit heilt alle Wunden, und so wurde in nun 86 Jahren natürlich vieles renoviert. Heute ist der Kanal ein wichtiger Knotenpunkt für deutsche, holländische und belgische Binnenschiffer. Die Schiffe transportieren die für das Ruhrgebiet typischen Güter, wie Eisen, Stahl oder Kohle.
Die Ufer sind zu 90% gut begehbar und viele Stellen laden zum angeln ein. Auch nicht abschrecken lassen sollte man sich davon, dass man immer wieder hört, dass Kanäle nicht fängig sind, da sie größtenteils verdreckt seien. Das Wasser des Rhein-Herne-Kanals ist im wirklich guten, nährstoffreichen Zustand. Mit Glück erwischt man selbst Regenbogenforellen. Und mit der richtigen Taktik und Stelle erlebt man auch bestimmt keinen Schneidertag. Gute Angelstellen Aal und Zander
Für Unerfahrene sind Brücken immer gute Anlaufpunkte. In ihrer Nähe finden sich normalerweise gute Plätze zum Angeln auf Zander und Aal. Ein guter Tipp ist die Brücke Münsterstraße in Gelsenkirchen - Bismarck (direkt am Ruhrzoo). Dort hat man in den Sommermonaten, selbst in brütender Hitze, sogar mit Futterkorb und Maden, Chancen auf schöne Aale von immerhin 40 bis 60cm. Es lohnt sich allerdings das Nachtangeln am meisten. Dann sollte man es am besten mit einer einfachen Grundblei - Montage und totem Köderfisch oder Tauwurm probieren. Als Köderfische eignen sich Ukeleis am besten, da diese im Kanal zu Unmengen vorkommen, zur natürlichen Nahrung vor allem der Zander gehören und leicht mit Maden am Rand zu stippen sind. Lockstoffe sollte man nicht auf die Köder tropfen. Besser ist es den Köderfisch von jeder Seite dreimal quer einzuschneiden bzw. den Tauwurm mit der Ködernadel zu "pieken". Karpfen
Ein heißer Tipp für Karpfenangler ist der anfängliche Abschnitt des Kanals bei Herne an der "Grenze" zu Gelsenkirchen. Hier sollte man mit Mais und einem Futter aus Mais - und Hanfmehl anfüttern. Der Mais wird auch an den Haken gehängt. Als Montage empfiehlt sich ein Tiroler Hölzl am Abstandhalter, damit der Köder etwas aus dem "Futterteppich" hervorgehoben wird und auffällt. Solche die ihr Glück lieber in die Hände der Boilies legen sollten es an kleineren Häfen, welche meist an kurzen Seitenarmen zu finden sind, versuchen. Längeres Anfüttern (2-3 Tage vorher) ist jedoch wichtig. Im Frühjahr gibt es manchmal auch gute Schleien als Beifang beim Karpfenangeln. Friedfische
Das Friedfischangeln auf Brassen, Rotaugen und Rotfedern wird, wie auch hier, an Kanälen natürlich am meisten praktiziert. Am gängigsten ist es ein Futterkörbchen zu benutzen und als Köder Maden. Das Grundfutter das man nehmen sollte ist theoretisch egal. Es sollte lediglich irgendeines sein das zum angeln auf Brassen oder Rotaugen hergestellt wurde, und das man im Fachhandel fertig kaufen kann. Natürlich kann man auch selber etwas zusammen mixen. Bestimmte Stellen gibt es hierbei eigentlich nicht. Zum angeln auf Rotauge und Brasse eignen sich viele Stellen, Hauptsache sie sehen vielversprechend aus (überhängende Bäume etc.). Tageskarten / rechtl. Bestimmungen Tageskarten kosten 5,– Euro; damit darf man den kompletten Kanal beangeln;
Ausnahme : die alte Fahrt bei 42,657 bis 43,238
erlaubt sind 2 Ruten; Fangbeschränkung : 3 Karpfen
den besonderen Anweisungen des LFV Westfalen Lippe bzw. Nordrhein ist Folge zu leisten;
Bezug:
gibt es in jedem umliegenden Angeladen,
z.B. bei Sobottka in 45891 Gelsenkirchen-Erle, Am Forsthaus 2.
Dazu gibt es dort eine gute Beratung und faire Preise.
