Ausgespuckte Schwimmblasen

30. November 2008, 16:48 Uhr (CET)

Jetzt beginnt ja für viele wieder die Zeit der besonders intensiven Vertikalangelei. Leider wandern die Zander jetzt auch gerade in sehr tiefe Regionen ab und es besteht die große Gefahr, dass die Fische durch zügiges Drillen zu Oberfläche verangelt werden. Auch Barsche sind da sehr gefährdet.

Was macht Ihr, um diesem Problem zu begegnen? :;):


30. November 2008, 18:04 Uhr (CET)

...eigentlich ganz einfach,...nicht tief fischen(:

Ansonsten würde ich jetzt bei der Stellenwahl Regionen aufsuchen, wo keine Tiefen Löcher sind, sprich wo die Tiefesten Stellen vielleicht 12 Meter sind,...dann können sie auch nicht auf 15-16m ziehen,...

....@ ""Forums""-Betreiber, bitte mal auf die Fragen der user eingehen...und ganz wichtig,...wie kann man seinen Acoount hier löschen??!!!!


30. November 2008, 18:49 Uhr (CET)

Die gehakten Fische möglichst langsam Richtung Oberfläche dirigieren und sehr schnell releasen :)


30. November 2008, 20:27 Uhr (CET)

Tiefer als 10 m fische ich einfach nicht.

Wurde mal in einer amerikanischen Studie als Grenze genannt, ab der innere Verletzungen bei Walleyes in progressiv steigender Häufigkeit auftreten.

Ansonsten müsste man die Jungs wohl möglichst schnell wieder in die Fangtiefe befördern.

Ich fische hauptsächlich aus Freude am Angeln, da würden mir ausgekotzte Innereien und Glubschaugen keinen Spaß machen.

Also verzichte ich auf diese wie auch auf andere Methoden, auch wenn sie erfolgreich sind.

Zum Glück kann ich im Winter auch in einem Kanal angeln, der max. 4m tief ist.


1. Dezember 2008, 14:22 Uhr (CET)

ganz einfach,die fische langsam und vorsichtig an die oberfläche drillen,nicht wie im wettkampf,wo dann in roermond der ganze boden mit toten zander übersäht ist(besonders nach den holländischen zandermeisterschaften).erst catch and release,und dann alle fische halbtot wieder zurücksetzen,da kann man sich das ganze auch sparen.


3. Dezember 2008, 20:57 Uhr (CET)

Ich angle so tief wie die Fische stehen. Was bringt es denn, in 7m zu angeln, wenn der Fisch auf 12m steht? Dann kann ich auch zu Hause bleiben. Das ist das Einzige, was man gegen Trommelsucht machen kann. Langsames Hochpumpen halte ich persönlich für Quatsch, denn es ist kein Allheilmittel gegen Glubschaugen und ausgekotzte Schwimmblasen. Es ist teilweise sogar so, dass man automatisch schneller kurbelt, weil der Fisch dem Zug schneller folgt als einem lieb ist - und das sind nicht immer nur Hechte! und dann meist auch die Trommelsuchtkandidaten.


4. Dezember 2008, 19:38 Uhr (CET)

Hab mich wohl missverständlich ausgedrückt. Wenn alle Fische auf 20m sind, stochere ich nicht in 7m rum, sondern suche Gewässer auf, die einfach flacher sind. Deshalb kenne ich die beschriebenen Zustände auch nur von Bildern, Erzählungen und Presseberichten.

Ich tu mich da natürlich einfach. In unserem Kanal z.B. können die Zander nirgends tiefer als 4m stehen. Und da er mit 30km Entfernung auch am nähestes liegt, ist das dann mein Hauptkampfgebiet im Winter.

Unsere Seen frieren eh früher zu.


3. Januar 2009, 11:58 Uhr (CET)

Zeit ist schon ein wichtiger Faktor! Langsamer Zug hilft den Fischen ebenso wie ein langsamer Aufstieg bei Tauchern. Das bekommen leider nicht alle Angler in den Griff und mir ist es auch schon passiert, dass ich einen vermeintlichen Hecht auf Großshad zu schnell an die Oberfläche bugsiert habe und der mich dann "anglotzte"...

Auch über Wasser sollte man die Verweilzeit minimieren und den Fisch sehr schnell zurück in sein Element befördern, da der Druck auch über Wasser weiter negativ "im Fisch arbeitet".

Ich habe vor langer Zeit noch relativ allein in Holland vertikal gefischt und es wieder aufgegeben, obwohl die Fänge außerordentlich gut waren. Die Biester standen einfach tief und waren dann beim pimpeln ziemlich einfach zu fangen. Was nützt das aber, wenn man sie kaputt angelt und das nicht will?!

Leider sind viele Möchte-Profis nicht so verantwortungsvoll. Wenn die Dicken beißen, wird darauf geangelt - egal wie tief... :;):


3. Januar 2009, 12:54 Uhr (CET)

Hallo Uli,

ich kann das zwar nachvollziehen, dass "man" die Beute nicht so schnell pumpen soll aber bitte beschreibe doch mal ab welch einer Tiefe das passieren soll/muss. Ich habe früher auch sehr viel in Holland auf die Räuber geangelt. Es gibt dort sehr sehr viele Seen/Gewässer die nur 5-10 m tief sind. Ist es da auch schon problematisch? Aus meinen Erfahrungen kann ich nur sagen, dass ich oder besser die Räuber bis dahin noch keinerlei Probleme hatten. Mir wurde auf dieses Problem schon ein paar mal gesagt, "dass sei doch nicht so schlimm. Ich nehme den Fisch mit und esse ihn". Ok, ich esse ab und an auch gerne mal Fisch. Nun mal meine Frage: Wie wirkt sich das Syndrom auf den Fisch aus (schmerzen ect.)?

Ich denke wohl das wir alles mögliche tun sollten um die Angelei für die Leittragenden so unschädlich wie irgend möglich zu gestalten. Nur meine ich, dass das ein sehr schmaler Grad ist......

Gruss Rainer


3. Januar 2009, 15:04 Uhr (CET)

Zitat (Uli Beyer @ 01 03 2009,11:58) Leider sind viele Möchte-Profis nicht so verantwortungsvoll. Wenn die Dicken beißen, wird darauf geangelt - egal wie tief... :;): Ja, leider siegt dann bei (viel zu) vielen doch die Geilheit einfach Zander zu fangen :angry:

Da sieht man die ganzen Boote auf den 15-25m Löchern Zander Releasen,...ähmmm besser gesagt Zander quälen und sich als total Mega "Vertikalprofi" fühlen. Da sind mir "normale" Kochtopfangler 30mal lieber als solche Superzanderangler. Denn wer von beiden Gruppen mehr Zander auf dem Gewissen hat, läßt sich (gerade in den Wintermonaten) unschwer erahnen...

PS: Leider sind es nicht nur "Möchte-Gern"-Profis die so verantwortungslos Tiefseefischen propagieren/gut heißen, sondern auch Leute mit viel größerem Einfluß auf andere Angler, auf die sich dann wiederum "normale" Vertikalangler beziehen, denn Profi XY macht das ja auch so....

@Danny, du solltest am besten schon bei 9m langsam drillen (wenn du zurücksetzen willst), denn auch da kann es schon vorkommen. Hatte schon mal Glübschaugen auf 8.5m das kann passieren, auf der anderen Seite kannst du auch Glück haben das sie aus 15m noch keine ÄßERLICHEN Symtome aufweisen (Raushängender Magensack, Glübschaugen, "Schaum" vorm Mund,...), allerdings erhöht sich die Gefahr Fische zu verangeln, je tiefer du gehst.

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3. Januar 2009, 15:51 Uhr (CET)

Normalerweise sagt man, dass ab ca. 12-13 Metern das Angeln problematisch wird. Sebastian hat aber Recht. Wer "brutalo" drillt, kann auch bei geringerer Tiefe Probleme bekommen. Bei 5-10 Metern halte ich die Gefahr aber für recht gering und würde dort selbst ohne Skrupel angeln gehen.

Meinen "verunglückten" Drill habe ich in 13 Metern Tiefe gestartet. Der arme Zander konnte nur noch im Kochtopf schwimmen... :(

Das schlechte Gewissen der "Möchte-Profis" ist auch deshalb reduziert, weil die meisten Fische, die vertikal gefangen werden, eher kleine Fuzzies sind. Diese Fische stecken den Drill auch wesentlich besser weg, zumal sie auch ohne Fotosession usw. wesentlich schneller released werden und auch vom Organismus her noch besser damit klarkommen... :;):


17. Juni 2010, 02:48 Uhr (CEST)

Hi Uli,

ich nehme an, die Fische leiden unter der Dekompressionskrankheit. Dieses Problem entsteht durch eine zu schnelle Druckentlastung.

Legt man das RGB-Modell von Wienke zu Grunde, dann sollte man bei Fischen, die man in großen Tiefen hakt folgendermaßen vorgehen.

Ist der Fisch noch relativ tief, kann man relativ schnell drillen. Je flacher er ist, desto langsamer sollte man drillen.

Im Anschluss eine Empfehlung aus der modernen Tauchmedizin für Menschen. Ich nehme mal an, dass Fische den Druckausgleich schneller hinbekommen als Menschen.

Tiefe (m) Aufstiegsgeschwindigkeit

50 15,0 m / min

40 12,5 m / min

30 10,0 m / min

20 7,5 m / min

10 5,5 m / min

5 2,5 m / min