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Zielfisch Makrele

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Beschreibung

Torpedoförmiger Körper. Auf der Ober- und Unterseite des Schwanzkiels befindet sich je eine Reihe von fünf kleinen Flossen. Der Rücken ist grünblau mit unregelmäßig verlaufenden, dunklen Bändern, die sich bis über die Seitenlinie erstrecken.

Vorkommen

Die schnellen Schwimmer haben halb Europa erobert. Wir finden den hübsch getigerten Fisch sowohl in der Nordsee wie im nordöstlichen Atlantik, im Mittelmeer, der westlichen Ostsee als auch im Schwarzen Meer.

In der kalten Jahreshälfte überwintern die Makrelen im tiefen Wasser weit draußen am Rande des Kontinentalschelfs. Im Frühjahr suchen sie die wärmeren Wasserschichten nahe der Oberfläche auf und kommen dann mit dem Sommer zu uns Anglern in die küstennahen Gewässer.

Anglerinfo

Die durchschnittliche Größe liegt bei 30 Zentimetern. Makrelen erreichen diese Länge am Ende des dritten Lebens­jahres, sie sind dann geschlechtsreif. Anschließend verläuft das Wachstum deutlich langsamer bis zur maximalen Länge von über 50 Zentimetern.

 

Solche Fische wiegen über zwei Kilo. Der britische Angelrekord beispielsweise steht bei 5 Pfund 290 Gramm. Makrelen sind Fische für die Sommerferien. Die blaugrün getigerten Räuber laichen im Frühjahr – und anschließend kennen sie vor lauter Fressgier kein Halten mehr. Von Mai bis September, je nach Großwetterlage und Region, können wir sie fangen. In diesen Monaten machen die Makrelen vor allem Jagd auf Fischbrut, Jungheringe, Sandaale oder Sprotten.

Sie durchstreifen die Küstengewässer, und an manchen Stellen lassen sie sich sogar vom Ufer aus erwischen. Weht der Sommerwind ablandig, dann befinden sich die Makrelen oft näher am Ufer, bei auflandigem Wind dagegen stehen die Fische eher weiter draußen. Kühlt im September das Wasser wieder ab, dann lassen auch die Fangchancen rapide nach, denn die Schwärme verziehen sich wieder in ferne und unerreichbar tiefe Meeresgebiete am Rande des Schelfs.

 

Auf der Nordsee gilt die Regel: Je schöner das Wetter, desto besser ist die Aussicht auf prallgefüllte Fischkörbe. In der Ostsee sind Makrelen selten, nur im Kattegat lohnt die gezielte Makrelen-Angelei. Apropos Aussicht: Wer mit dem Boot auf Makrelensuche ist, sollte unbedingt auf Möwen achten. Denn ein kreischender Möwenschwarm zeigt uns meist den richtigen Kurs zu einem tollen Angelplatz.

Kleinfisch-Schwärme sind dann nahe der Oberfläche; sie werden von Makrelen-Trupps gnadenlos bejagt, und die Möwen beteiligen sich per Luftangriff an der wilden Hatz. Oft genug fängt man an solchen Stellen neben vielen Makrelen auch große Fische wie Dornhaie oder Dorsche, die unter den Makrelen stehen.

 

Die Kutterkapitäne, die im Sommer von vielen Nordseehäfen in Holland, Deutschland oder Dänemark zum Makrelenangeln hinausfahren, verlassen sich natürlich nicht (nur) auf die Möwen. Mit Funk und Echolot spüren sie die Schwärme auf, die sich im Freiwasser oft nahe an der Oberfläche aufhalten. Makrelen durchstreifen also im Hochsommer die warmen, küstennahen Gewässer. Das heißt aber nicht, dass sie flaches Wasser mögen. Ganz im Gegenteil: Zehn Meter salziges Wasser wollen sie unter ihrer hübsch gegabelten Schwanzflosse schon haben.

Aus diesem Grund heißt Makrelenangelei in der Nordsee meist Kutterangeln. Ausnahme sind einige Molen, die weit ins Meer reichen und von denen man Tiefwasser erreichen kann, wie etwa auf Helgoland oder im dänischen Hanstholm. Hier kann man die Tiger-Torpedos auch vom Ufer aus fangen. Viel besser sind die Chancen für Uferangler in Skandinavien, Großbritannien oder Irland. Wo die Felsküsten von tiefem Wasser umströmt werden, gelangen die Makrelen in Wurfweite. An der Südwestküste Irlands gibt es stellenweise richtige „Makrelenfelsen“, von denen aus manchmal Massenfänge glücken, vorausgesetzt, der Angler ist schwindelfrei. Auch an den norwegischen Fjorden, deren Ufer fast immer steil abfallen, angelt man Makrelen vom Ufer aus. Zunächst das Rezept für Massenfänge.

 

Wer die Räuchertonne voll bekommen will, der benötigt folgendes: Sonniges Hochdruck-Wetter, einen freien Platz auf einem Nordseeangelkutter, eine längere Bootsrute, 0,40er Schnur, ein Birnenblei sowie ein Makrelenpaternoster aus sechs oder acht federgeschmückten Haken. Sind die Makrelen zu Saisonbeginn blind vor Gier, stürzen sie sich sogar auf blanke Haken oder auf Schnürsenkel-Stückchen, wenn man die Rute mit leichten Rucken jiggend auf und ab bewegt.

Da die Schwärme sich im Freiwasser aufhalten, muss man das richtige „Angelstockwerk“ erst ausfindig machen. Man lässt das Makrelenvorfach zunächst zum Grund und kurbelt es dann ruckend und zupfend langsam höher. Hat man den ersten Biss, heißt es, Schnur straff halten und vorsichtig weiterzupfen. Oft genug holt man dann drei, vier oder noch mehr sich wie rasend schüttelnde Fische an Bord. Makrelenvorfächer gibt es in Hülle und Fülle. Meist befinden sich sechs mit Federn geschmückte Haken an kurzen Mundschnüren an einem Vorfach. Das Angebot in den Angelshops reicht von Haken, die mit schlichten weißen Federn verziert sind, bis zu knallbunten Glitzer-Modellen.

 

Ans untere Ende des Makrelenvorfachs gehört ein Grundblei von etwa 100 bis 200 Gramm Gewicht. Einen richtigen Drill wird man mit dieser Ausrüstung allerdings nicht erleben. Manch einer sagt sogar, Makrelen aus der Nordsee auf einen Kutter zu ziehen, habe mit Angeln nur wenig zu tun. Ganz im Gegensatz zum Spinnfischen oder Schleppen auf Makrelen vom Boot aus: Ein herrlicher Angelspaß, beispielsweise in den norwegischen Fjorden. An leichtem Gerät zeigt die Makrele, welche Kraft in ihr steckt. Ein 40-Zentimeter-Fisch ist ein Energiebündel, das sich mit unglaublicher Zähigkeit und Ausdauer dem Angler widersetzt.

Jetzt merkt man, dass die Makrele die kleine Verwandte des großen Thuns ist. Als Köder für diese Angelart sind alle schlanken Blinker und übrigen Kunstköder geeignet, mit denen man auch auf Hornhecht oder Meerforelle fischt. Der Biss kommt ungestüm, die ersten Fluchten sind rasant, und der Meerestiger wehrt sich bis zum Schluss.

Latein:

Scomber scombrus

Name:

Makrele

Ordnung:

Barschartige

Familie:

Makrelen und Thunfische

Gattung:

Scomber

Fischtyp:

Raubfische

Barteln:

0

Flossen:

18

Fett Flosse:

Nein

Zahnart:

Fangzähne

Gräten:

Viele

Giftigkeit:

Nicht giftig

Schuppen:

Schuppen

Wasserart:

Salzwasser