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Zielfisch Gewöhnlicher Hornhecht

  • Vincentefischen30

    wo fangt man den so einen hahahahaahahhahah

    Vincentefischen30 / 19.12.2015 - 10:17 Uhr
  • Vfishing

    Sehr schöne Fangchancen auch an der Schlei! :D

    Vfishing / 27.05.2015 - 14:43 Uhr
  • In den Gewässern meiner neuen Heimat - Gran Canaria - werden die Hornhechte bis etwa 1,40 m lang und ca. 3 kg schwer. Es ist dann schon ein echter Little-Big-Game Fisch, und so müssen auch die Fangmethoden angepasst werden: Ab Herbst kommen die kapitalen Hornhechte an die Küste - mit der Ostseehornhechtausrüstung wird man kaum etwas fangen. Tode Köder werden ignoriert - Miniblinker ebenso. Gefragt sind schlanke Wobbler von ca. 12 - 15 cm. Eine Rolle mit hoher Übersetzung (ca. 6:1) ist nötig um den Köder schnell genug durchs Wasser ziehen zu können, ohne das der Aguja, wie er hier genannt wird - die Täuschung bemerkt. Der lebende Köderfisch an der Rosenmontage ist ebenfalls eine häufig angewendete Methode. Doch auch hier kommt es bei Verwendung zu dicker Schnur und zu wenig bebleiter Posen zu Fehlbissen.

    Black_Bass / 18.06.2014 - 23:03 Uhr
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Beschreibung

Hornhechte besitzen einen dünnen torpedoförmigen Körper. Dieser Fisch ist wegen seines auffällig langen Schnabels und seiner langgestreckten Form nahezu unverwechselbar. Der Hornhecht hat grüne Gräten und wird deshalb oft in der Küche verschmäht; dabei schmeckt sein Fleisch lecker. Nach zwei Jahren werden Hornhechte geschlechtsreif, sie messen dann 45 Zentimeter. Die durchschnittliche Länge beträgt 70 Zentimeter. Diese Fische sind dann drei oder vier Jahre alt. Anschließend wachsen sie langsamer. Bei gut 90 Zentimetern ist die maximale Länge erreicht.

Vorkommen

Die pfeilschnellen Schwimmer sind im Nordostatlantik zuhause. Man fängt Hornhechte rund um die britischen Inseln sowie in Nord- und Ostsee. Unterarten (Belone belone gracilis und Belone belone euxini) leben im Mittel- und Schwarzen Meer. Die Hornhechte unternehmen weite Laich- und Nahrungswanderungen. Im April oder Mai treffen sie aus den Weiten der Meere an unseren Küsten ein. Sie bleiben den ganzen Sommer für uns Angler erreichbar. Im Spätherbst ziehen sich die Schwärme dann wieder zurück.

Anglerinfo

Wenn in Norddeutschland und Dänemark die Rapsfelder in sattgelber Blüte stehen, dann beginnt die Hornhecht-Saison. Denn im Frühling kommen die blitzblanken Fische in Schwärmen aus den Tiefen der Meere langsam an die Küsten, um hier über Seegraswiesen für ihren Nachwuchs zu sorgen. Mitte bis Ende Mai ist überall um die dänische Inselwelt und an der deutschen Ostsee Hornhecht-Zeit. An der Nordsee dauert es meist noch ein paar Tage länger, bis die Hornhechte eintreffen. Die Silberpfeile halten sich gerne über Leoparden-Mischgrund auf, hier jagen sie nach ihrem anstrengendem Laichgeschäft gierig Fischbrut, junge Heringe und Sandaale.

 

Beste Chancen hat man als Uferangler überall dort, wo mitteltiefes Wasser erreichbar ist, also beispielsweise an Molen, Anlegern oder Brücken. Die Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel ist voll mit solchen guten Hornhecht-Plätzen, man denke an die langen Seebrücken für die Weiße Flotte in Boltenhagen, Rerik oder Kühlungsborn. Auch die großen Molen vieler Hafenstädte wie Warnemünde oder Saßnitz eignen sich im Frühsommer, um die eleganten Silberpfeile zu jagen. Auch der Strelasund und die Bodden sind erstklassige Reviere. Gut dran (am Fisch) ist auch, wer ein Belly Boat besitzt. Bei gutem Wetter und ruhiger See (!) strampelt man mit dem Belly Boat rund 100 bis 200 Meter auf die Ostsee hinaus – und ist damit meist genau zwischen den Hornhecht-Trupps.

 

An vielen anderen Stellen an der deutschen und dänischen Ostseeküste reicht meist auch eine Wathose, um in Wurfweite der Mini-Marline zu kommen. Oder man fischt dort, wo tieferes Wasser angrenzt, einfach vom Ufer aus. Nebenbei bemerkt: Sonniges Wetter ist meist erfolgversprechender als ein dunkler und kalter Tag, die Fische sind dann offensichtlich aktiver. Bootsangler haben natürlich die allerbesten Chancen, in kurzer Zeit einen ganzen Eimer voller Hornhechte zu erwischen, indem sie ein paar hundert Meter vor der Küste driften und mit Schlepp-, Spinn- oder Posenrute angeln. Die Saison dauert meist bis Ende August. Mit dem Sommer verabschieden sich die Hornhechte und treten ihre Reise in tiefe und entfernte Meeresgebiete an. Hornhechte jagen Jungheringe, Sandaale und Garnelen. Damit ist die Köderfrage fast schon beantwortet. Geeignet sind alle schlanken Blinker um die 20 Gramm, die sich gut auswerfen lassen. Diese Kunstköder sollten nicht länger als zehn Zentimeter sein und gut im Wasser spielen, denn Hornhechte sind „Augenfische“.

 

Bei gutem Wetter mit viel Sonnenschein sollte man eher gedämpfte Blinkerfarben einsetzen; bei dunklem Wetter genau umgekehrt: dann sind silberfarbene Blinker meist fängiger. Die Blinker bitte nicht zu lahm führen, die superschnellen Hornhechte mögen’s gern etwas flotter und sausen mit Schmackes hinterher. Wichtig sind absolut scharfe Drillinge. Denn der Hornhecht trägt seinen Namen wegen seines hornigen Kiefers – und an dem scheitert ein rostiger Stumpf-Haken leicht. Kommt es dennoch häufiger zu Fehlbissen, hilft ein Trick: Man entfernt den Drilling und knotet statt dessen einen kleineren, aber superscharfen Drilling an einem Stück monfiler Schur in zwei Zentimeter Abstand hinter den Blinker.

Diesen Haken kann der tobende Hornhecht selbst im Luftsprung kaum abhebeln. Zum Hornhecht-Blinkern wählt man eine normale Spinnrute. Es gibt eine simple Formel: Je leichter das Gerät, desto lebhafter kann man den Köder führen; je lebhafter der Köder, desto mehr Bisse; je mehr Bisse, desto größer der Angelspass. Vom Ufer aus ist das Spinnfischen die erfolgversprechenste Angelmethode. Flugangler sollten mal mit einer rasch sinkenden Schnur und ein paar bunten Streamern zum Hornhecht-Angeln an die Küste kommen, sie werden dann merken, dass eine Harzer Bachforelle im Vergleich zu einem mittelgroßen Ostsee-Hornhecht eine müde Gesellin ist.

 

Hornhechte schnappen in etwa einem Meter Tiefe den Köder, und wehren sich nach dem Anhieb wie die Teufel. Sie bocken und springen im Drill aus dem Wasser, sie schütteln sich und ziehen im letzten Moment nochmals zur Seite weg – es ist eine wahre Freude. Es geht aber auch ganz anders: Statt Spinn- oder gar Fliegenrute fischt man mit der Pose oder einer Wasserkugel. Dies empfiehlt sich vor allem für Molenangler und auch für Bootsangler. Als Köder schneidet man schmale und kleine Fetzen von fettreichen Fischen, also Makrele oder Hering. „Fett schmeckt“ wissen einige Spezialisten an der Küste und sind mit Speck-Streifen sehr erfolgreich. Wer eine Wasserkugel anstelle einer Pose montiert, kann weit auswerfen, und der zähe Speck übersteht den Wurf problemlos.

Fürs Posenfischen eignen sich schlanke Posen besser als auffällige dicke Proppen. Man lässt den Natürköder etwa anderthalb Meter tief unter der Wasseroberfläche treiben. Auch hierbei gilt: Mit leichtem Gerät erlebt man herrliches Angeln. In England füttern Bootsangler sogar an: Sie hängen einen Korb mit Rubby Dubby außenbords, um so einen Schwarm von Hornhechten anzulocken und dann für eine längere Zeit in Bootsnähe zu halten.

Latein:

Belone belone

Name:

Gewöhnlicher Hornhecht

Ordnung:

Hornhechtartige

Familie:

Hornhechte

Gattung:

Belone

Fischtyp:

Raubfische

Barteln:

0

Flossen:

7

Fett Flosse:

Nein

Zahnart:

Fangzähne

Gräten:

Viele

Giftigkeit:

Nicht giftig

Schuppen:

Schuppen

Wasserart:

Salzwasser