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Zielfisch Europäischer Aal

  • Kann mir jemand eine günstige Rute/Rollen Kombi für das Aalangeln in Starker Strömung mit hohen Gewichten empfehle ?

    allroundfreak / 06.02.2013 - 20:36 Uhr
  • ja das denke ich´auch bei uns sind gar keine meer

    christopher / 29.08.2012 - 08:10 Uhr
  • Hallo, ich denke wenn die Glasaal fischerei nicht bald aufhört, dann war es das mit denn Aalen!

    warpig / 12.08.2012 - 15:33 Uhr
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Beschreibung

Der Körper ist schlangenähnlich langgestreckt und hinten stark seitlich zusammengedrückt. Rücken-, Schwanz- und Afterflosse bilden zusammen einen Flossensaum. Der Aal hat kleine Brustflossen. Die Form des Maules ist von der Art der Nahrung abhängig: Pflanzenfresser haben ein kleines Maul (Spitzkopf) und räuberische Aale haben ein großes Maul (Breitkopf).

Vorkommen

Der Aal ist hierzulande sowohl in fast allen stehenden und fließenden Gewässern als auch im Salzwasser der Nord- und Ostsee zu Hause. In viele abflusslose Gewässer kam er als Besatz. Allerdings ist sein Weiterbestand zunehmend gefährdet: Gewässer-Verbauung und Kraftwerksturbinen machen den abwandernden Blankaalen zu schaffen, während für viele Tonnen aufsteigender Glasaale bereits in den Netzen französischer Fischer Endstation ist. Unser europäischer Aal laicht im Sargassomeer vor Kuba.

Anglerinfo

Mittlere Größe: 40 - 50 cm (200 - 400 g); Kilo-Aale sind gute Fische; 3-Kg-Aale sind selten, 5-Pfünder kapital. Aale von 10 Pfund und mehr sind extrem selten. Weibliche Aale werden viel größer als die Männchen. Aale mit über einem Kilo Gewicht sind immer Weibchen.

 

Aale sind bei uns fast überall verbreitet. Wir können sie in Talsperren und Weihern fangen, sie leben in Bergbächen und Entwässerungs-Gräben, in Flüssen und im Meer. Dennoch gibt es für ihren Fang kein Patentrezept, und um ihr Leben ranken sich viele Geheimnisse. Eigentlich ist der Aal ein nachtaktiver Fisch und beißt am Grund. Aber viele Aale – besonders die großen – werden am helllichten Tag gefangen. Manchmal gelingen gute Aalfänge im Mittelwasser oder gar an der Oberfläche. Trotzdem sollte der bodenständige Aalangler in feuchten und warmen Sommernächten nervös werden – die Aale werden es nämlich (meistens!) auch. Er sollte den Vollmond meiden und in dunklen Nächten fischen. Bei Neumond oder bedecktem Himmel sollte er hinter den Aalen her sein. Gewitter-Nächte sind sprichwörtlich gut – der Aal läuft. Wenn sich nach heftigem Regen das Wasser im Bach trübt, dann sollten Sie angeln.

 

Experimentierfreudige Angler können das krasse Gegenteil wagen und in Vollmondnächten oder in der brütenden Mittagshitze eines Hochsommertages Aale suchen. Manchmal werden auch sie welche finden. Und meistens nicht die kleinsten! In vielen Flüssen und Seen mit ausgeprägten Flachwasser-Zonen sind auch die ersten warmen Wochen im Frühjahr sehr empfehlenswert. Wenn das Wasser in Ufernähe langsam die 10-Grad-Marke erreicht, kommt Leben in die Aal-Sippe. Grundsätzlich sollte man den Aal nah am Ufer beangeln. Steinschüttungen oder zerklüftete Naturufer, am besten mit Unterholz, sind gute Adressen. Die beste Jahreszeit zum Aal-Fang ist das späte Frühjahr und der Frühsommer. Vorher und nachher gehen die Fänge zurück. Bei Wassertemperaturen von etwa 10 Grad werden die Aale träge.

 

Wird’s deutlich kälter, verfallen sie in eine Winterstarre und dösen am Gewässergrund. Die Angelmethode auf Aal ist das Laufblei am Grund. Das Blei sollte so schwer sein, dass es gerade eben am Gewässerboden haftet. Stopperperle und Wirbel halten das Blei über dem kurzen Vorfach fest. Ein langschenkliger Haken lässt sich leichter aus dem kleinen Aalmaul hebeln als ein kurzer Rundbogenhaken. Viele Angler befischen Aale immer noch mit geschlossenem Rollenbügel, steil aufgestellter Rute und Aalglöckchen. Einige Aale haken sich dabei selbst, andere lassen wegen des starken Widerstandes los. Die Aalbestände sind vielerorts nicht mehr so üppig wie früher. Deshalb verringert der erfolgreiche Aal-Angler die Anzahl der Fehlbisse. Das erreicht man zunächst mit relativ dünnen Vorfächern: monofil, höchstens 0,30 Millimeter stark, oder weiches, geflochtenes Vorfachmaterial. Das hält auch große Aale sicher fest und bringt mehr Bisse als ein steifes 0,35er Vorfach. Gerade die großen Aale wollen nach dem Biss abziehen. Geringer Widerstand kann einen 3-Pfünder schon vergrämen.

 

Öffnen Sie deshalb zumindest die Rollenbremse. Besser noch, Sie lassen den Rollenbügel offen und hängen einen Bissanzeiger in die Schnur. Auch elektronische Bissanzeiger und Kletteraffen haben bei Aal-Spezialisten inzwischen einen festen Platz. Aalangeln mit der Leuchtpose bei Nacht ist eine feine Sache. Wenn die Pose auf der nachtschwarzen Seeoberfläche wandert, dippert, abtaucht, schlagen Anglerherzen hoch. Eigentlich gibt es nur zwei Aalköder, die sich über Jahre bewährt haben: Wurm und Köderfisch. Mist- und Rotwürmer fangen ausgezeichnet, wenn Sie 2 oder 3 Stück auf einen 6er bis 8er Haken stecken. Ein Riesenrotwurm passt da ebenfalls gut drauf und dem Aal gut ins Maul. Lange Tauwürmer teilt man besser in zwei bis drei Zentimeter lange Stücke. Zumindest halbieren sollte man den Tauwurm, weil Durchschnitts-Aale mit einem ganzen Wurm oft nicht fertig werden. Fingerlange, tote Köderfische sind die Alternative zum Tauwurm. Damit macht man zwar keine Massenfänge, aber die Chance auf einen dicken Aal steigt. Kleine Rotaugen und Lauben sind sehr gute Aalköder.

 

Gründlinge, Kaulbarsche und Minibarsche werden auch stets gerne genommen. Ritzen Sie den Köderfisch an den Flanken ein paar Mal ein, dann duftet er verführerisch – und bringt Ihnen vielleicht sogar einen „schlängelnden Meter“ an den Haken. Solche kapitalen Aale dürfen Sie keschern, bei kleinen sollten Sie dies tunlichst lassen.

Latein:

Anguilla anguilla

Name:

Europäischer Aal

Ordnung:

Aalartige

Familie:

Anguillidae

Gattung:

Flussaale

Fischtyp:

Raubfische

Barteln:

0

Flossen:

3

Fett Flosse:

Nein

Zahnart:

Fangzähne

Gräten:

Wenige

Giftigkeit:

Giftig

Schuppen:

Schuppen

Wasserart:

Süßwasser
Brackwasser
Salzwasser