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Zielfisch Brachse

Brasse, Brassen, Brachsen, Brachsme, Brachsmen, Bresen, Blei

  • Macht echt spaß vorallem kurz nach 22 Uhr wenn die pose ganz langsam runter geht und der adrenalin Pegel steigt :D

    Hecht100+ / 22.07.2013 - 15:15 Uhr
  • Zum Feedern!!!! Ein toller Fisch

    Niks3 / 30.01.2013 - 09:36 Uhr
  • mein lieblingsfisch ;) schön mit der feeder rute schön traumhafft ;) PETRI

    Angeln4you / 02.01.2013 - 19:04 Uhr
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Beschreibung

Der Körper des Brachsen ist hochrückig und abgeplattet. Außerdem ist der Brachse sehr schleimig. Der Schleim riecht unangenehm. Das kleine Maul des Brachsen ist vorstülpbar (Rüsselmaul). Bei kleinen Brachsen sind die Flanken hell gefärbt, während große Brachsen dunkel bronzefarben aussehen. Im Vergleich zur Güster fällt das kleinere Auge des Brachsen auf.

Vorkommen

Wohl unser häufigster Friedfisch. In fast allen stehenden Gewässern und den ruhigen Regionen der Flüsse zu Hause. Bildet große Schwärme und neigt bei Nahrungsarmut zur Kleinwüchsigkeit (Verbuttung). Lebt vorwiegend am Grund, verrät sich aber gelegentlich durch Rollen an der Oberfläche.

Anglerinfo

Mittlere Größe: 25 - 45 cm; Fische von 50 cm und mehr (über 1,5 kg) sind schon selten, „zweistellige“ Brassen von über 5 kg kann man getrost als kapital bezeichnen. Hitparaden-Rekord: 8kg 300 g.


Leitfisch der Brassenregion

 

Brachse sagen die Bayern, Blei die Berliner, Bräsen die Rheinländer. Wer so viele Namen hat, kann nicht selten sein. Und so findet man den Brassen denn auch überall in stehenden Gewässern sowie in ruhigen Fließstrecken. Im Unterlauf der Flüsse, in der Brassenregion, ist er der Leitfisch. Brassen sind Schwarmfische und leben am Grund, den sie mit ihrem vorstülpbaren „Rüsselmaul“ absuchen und durchsieben. Dabei stehen sie mit dem Kopf schräg nach unten, fast senkrecht, und hinterlassen regelrechte Fraßlöcher am Boden sowie Schlammwolken im Wasser. Zu ihrer Lieblingsnahrung gehören die lebhaften Schlammröhrenwürmer (Tubifex) und die auffallend roten Zuckmückenlarven, beides hervorragende, wenn auch schwierig zu beschaffende Köder. Wo es nicht genug tierische Nahrung gibt, verschmähen Brassen auch Pflanzen nicht, bleiben dann aber meist kleinwüchsig und schlank („Messerrücken“).

 

In Fließgewässern halten sich Brassen lieber in den ruhigen Buchten und Buhnenkesseln auf als in der Hauptströmung. Die großen Brassen der Seen bevorzugen das tiefe Wasser und kommen nur zum Laichen (Mai/Juni) in Ufernähe. Die Futtersuche vollzieht sich entlang bestimmter Routen, die man finden muss, will man in großen Gewässern eine Chance auf Kapitale haben.

 

Feederanglers Nummer 1.

 

So verbreitet der Brassen ist, so vielfältig sind die Methoden und Köder, mit denen man ihn fängt. Standardköder der meisten Brassen-Angler ist die Made bzw. ein Madenbündel. Auch verpuppte Maden (Caster) fangen. Weißbrot als Teig oder Flocke hält schlechter am Haken, lockt aber größere Fische, was auch für Mistwürmer oder Kartoffelstückchen gilt. Mit Mais ist man ebenso erfolgreich wie mit Erbsen oder Nudeln – vorausgesetzt man hat das Anfüttern nicht vergessen. Bei keinem Fisch ist Anfüttern so wichtig wie beim Brassen, denn um einen Schwarm anzulocken und am Platz zu halten, bedarf es mehr als einer Handvoll Maiskörner. Brassen mögen’s süß: Wenn das Futter (Panier- und Biskuitmehl, evtl. Haferflocken) nach Vanille, Karamell oder Lebkuchen duftet, werden die Brassen besonders hungrig. Reichlich Maden oder Würmchen im Futter steigern die Fressgier (und sorgen dafür, dass die Ballen sich am Grund auflösen). Auch beim Anbieten der Köder haben wir die freie Auswahl: mit feststehender Pose an der langen beringten Tele- oder Kopfrute, mit Wackel- oder Stabpose an der Matchrute (3-4 m), mit Bodenblei und/oder Futterkorb an der mittelschweren Feeder-Rute. Beim Grundangeln hängt der Erfolg wesentlich vom Bissanzeiger ab. Das kann ein Winkelpicker sein, also eine kurze Steckrute mit integriertem (evtl. auswechselbarem) feinem Spitzenteil. Oder eine längere Rute mit aufgeschraubter Bibberspitze (für Fließgewässer) bzw. Schwingspitze für stehende Gewässer. Bei allen Methoden wird die Rute fest auf zwei Rutenhalter abgelegt und beim geringsten Zupfer an der Spitze angeschlagen. Beim Posenangeln angeln wir – anders als mit Bodenblei – nicht automatisch am Grund.

 

Also müssen wir ausloten und darauf achten, dass der Köder den Boden berührt oder sogar aufliegt. Brassen heben den Köder beim Anbiss hoch und damit meist das untere Blei an. Die Folge: Die Posenantenne „wächst“ aus dem Wasser und legt sich flach, ehe sie im besten Fall zügig abtaucht. Erfahrene Angler erkennen schon an diesem Hebebiss den Brassen. Typisch sind auch die Stöße und Rucke im Drill. Die meisten Brassen streben zum Grund, ergeben sich dann aber schnell. Nur kapitale Stücke nutzen den Wasserwiderstand ihrer breiten Flanken, stellen sich quer zur Strömung und strapazieren unser leichtes Gerät. Allgemein sind Schnüre zwischen 0,14 und 0,20 mm zum Brassenangeln ausreichend; Stipp-­Experten angeln mit Vorfächern von 0,10 mm oder feiner und haben auch damit meist keine Probleme, ihre Brassen über den Kescher zu führen.

Latein:

Abramis brama

Name:

Brachse

Ordnung:

Karpfenartige

Familie:

Karpfenfische

Gattung:

Brassen

Fischtyp:

Friedfische

Barteln:

0

Flossen:

7

Fett Flosse:

Nein

Zahnart:

Schlundzähne

Gräten:

Viele

Giftigkeit:

Nicht giftig

Schuppen:

Schuppen

Wasserart:

Süßwasser
Brackwasser