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Zielfisch Bachforelle

Flussforelle, Bergforelle, Fario, Steinforelle

  • Größter fang 47cm. Gefangen mit Spinner

    Backkaras / 07.06.2016 - 22:07 Uhr
  • Die Bachforelle ist ein toller Fisch. Sie liefert einen guten Kampf und sieht dazu noch wunderschön aus. Ich fange sie meist mit Spinner , Gummifisch oder Nymphen .

    maiki99 / 16.07.2014 - 17:30 Uhr
  • Die Bachforelle ist ein geiler Fisch

    hecht97 / 01.05.2013 - 21:03 Uhr
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Beschreibung

In der Jungend langgestreckter, im Alter gedrungener Körper. Rücken olivgrün, Flanken silber mit schwarzen und roten Punkten. Oft auch golden angehaucht. Die Färbung des Bauches ist vom Untergrund anhängig. Das Maul ist mit zahlreichen spitzen Zähnen bewehrt.

Vorkommen

Heimisch in Bächen und Seen der Mittelgebirge (Sauerland, Eifel, Harz, Fränkische Schweiz u.a.) sowie der gesamten Voralpen. In Norddeutschland in Niederungsbächen (Lüneburger Heide, holsteinische und mecklenburgische Schweiz). Besatzfisch in Trinkwasser-Talsperren.

Anglerinfo

Mittlere Größe: 25 - 40 cm (200 - 500 g); selten: über 5 Pfd. Gewicht (ca. 60 cm Länge). Fische von über 10 Pfund stammen in der Regel aus großen Seen oder deren Zuflüssen.

Das angestammte Revier der Bachforelle, der Name verrät es, sind Wiesen- und Mittelgebirgsbäche. Die Bachforelle braucht kiesigen Grund, auf dem sie im Winter ablaicht; unterspülte Ufer und tiefe Gumpen, denn sie liebt Deckung und einen festen Unterstand; und schnelle Strömung, die das Wasser mit dem nötigen Sauerstoff anreichert. Wenn reichlich Insektenlarven im Wasser leben und Futterfische wie Mühlkoppen oder Elritzen, dazu ein paar vorwitzige Äschen und die unvermeidlichen Döbel, dann haben wir ein klassisches Bachforellen-Gewässer vor uns. Das muss nicht unbedingt ein Bach sein. Die Bachforelle besiedelt auch klare Seen und Talsperren. In nahrungsreichen stehenden Gewässern wachsen Bachforellen zu „Seeforellen-Größe“ heran, Fischen zwischen 10 und 20 Pfund, bullig wie Schuppenkarpfen und oft ohne die charakteristischen roten Tupfen auf den Flanken.

 

Die Bachforellen-Saison ist kurz. Die Schonzeit endet meist erst im April. Selbst dann sind viele Fische nach dem anstrengenden Laichgeschäft nicht in bester Verfassung: viel Kopf, wenig Körper. Das ändert sich schnell, gilt es doch, sich Speck anzufressen für den nächsten harten Winter. Der erste Höhepunkt der sechsmonatigen Mastkur ist der Schlupf der fetten Maifliegen Anfang Juni. Leider ist dieses Naturschauspiel, dem der Fliegenfischer entgegen fiebert, mit der Verbauung und Verschmutzung unserer Fließgewässer immer seltener geworden. Das gilt auch für die empfindliche Bachforelle, die ohne den Besatz durch Angelvereine und Revierpächter bei uns sicher längst ausgestorben wäre. Um die Bestände zu schonen, sind an den meisten Bachforellen-Gewässern Naturköder verboten.

 

Selbst dort, wo sie erlaubt sind, sollten wir auf den Einsatz von Wurm und Made verzichten, denn diese Köder werden von untermaßigen Bachforellen meist tief geschluckt. Für große Raubforellen ist eine tote Koppe oder Elritze am kleinen Bleikopfsystem mit Einzelhaken einer der ältesten und besten Köder. Kleine Schwimm­wobbler sind sehr fängig, werden viel zu selten benutzt. Über die Jahrzehnte bewährt haben sich kleine fliegende Löffel in Gold-, Silber- und Kupfertönen. Spinner werden gegen die Strömung so langsam wie möglich an vermuteten Standplätzen vorbei geführt. Der Anbiss der Bachforelle erfolgt blitzschnell. Sie schießt aus ihrem Versteck hervor, schnappt den Köder – oder verpasst ihn. Haben wir die vergebliche Attacke bemerkt oder einen Fehlbiss gespürt, sollten wir nach einer kurzen Pause einen anderen Spinnköder an der gleichen Stelle anbieten. Gute Unterstände, zum Beispiel unter überhängenden Bäumen oder hinter großen Steinen, werden sofort wieder besiedelt, wenn wir die „Standforelle“ weggefangen haben, meist von dem nächst kleineren Fisch aus der Umgebung. Im Sommer sind Bachforellen auf Insektennahrung aus. Dann ist das Fliegenfischen die beste Fangmethode.

 

Steigen die Fische nicht, muss man sie suchen, entweder mit Nassfliegen und kleinen Streamern (Märzbraune, Alexandra etc.) oder mit Nymphen, den Imitationen der im Wasser lebenden Insektenlarven (Eintagsfliegen, Steinfliegen, Köcherfliegen). Nymphenfischen mit längeren Ruten (2,40 - 2,70 m) der Klassen 6 bis 8 ist enorm erfolgreich, – wenn man gelernt hat, den vorsichtigen Anbiss zu erkennen. Auch das Trockenfliegen-Fischen (Ruten Kl. 5/6, ca. 2 m lang) erfordert ein gutes Auge und eine schnelle Hand.

 

Der Angler visiert die Ringe steigender Fische an und serviert die Fliege „mit Vorhalt“ und ohne dass sie auf dem Wasser furcht („dreggt“). Ein Tipp: Steigt ein Fisch sehr fleißig kurz hintereinander an gleicher Stelle, ist es meist eine Äsche. Klatscht es mitten im Bach, mal hier, mal dort, dann jagt eine Regenbogenforelle nach Beute. Bachforellen steigen in größeren Abständen in der Nähe ihrer Unterstände. Der mehr hör- als sichtbare Ring im Schatten der großen Erle, am Rande des Drehstroms unter dem Wehr, das ist eine Bachforelle… Wo Bachforellen schon mit 35 Zentimetern als kapital gelten, genügen dem Spinnangler eine kurze Rute bis 2 m und Schnüre bis 0,20 mm. Um den Köder schneller wechseln zu können und um der Verdrallung der Schnur vorzubeugen, sollte man unbedingt einen Wirbel vorschalten.

Latein:

Salmo trutta fario

Name:

Bachforelle

Ordnung:

Lachsartige

Familie:

Lachsfische

Gattung:

Salmo

Fischtyp:

Raubfische

Barteln:

0

Flossen:

8

Fett Flosse:

Ja

Zahnart:

Fangzähne

Gräten:

Wenige

Giftigkeit:

Nicht giftig

Schuppen:

Schuppen

Wasserart:

Süßwasser