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Angeltechnik Twitchen

Wobbler-Twitchbait, Wobbler-zupfen

  • twitchen macht mir auch super spass obwohl ich noch nicht eine perfekte rute dazu gefunden habe. auf den bildern sehe ich die zwei selben ruten wie in dem legendären video 'twichen mit fynn'; weiss jemand was diese zwei ruten (fantasista und die von kleinere von mitchel) für ein wurfgewicht haben??? danke!

    Drossel / 02.11.2012 - 18:32 Uhr
    • Ich weiß nicht was die für Wurfgewichte haben, aber ich weiß, dass die ideale Rute zum Twichen eine "regular taper action" oder eine "regular fast taper action" aufweist. Bei solchen ruten ist nur das erste Drittel (regular fast taper) bzw. fast die ganze erste Hälfte (regular taper) biegsam und steht zur animation des köders zur verfügung. Zusammen mit einer Monofilen Schnur lassen sich Minnows äußerst natürlich anbieten. Die Dehnung der Mono unterstützt die sogenannte "kickback action", die manche Minnows aufweisen. Dabei schlägt der Köder kurzzeitig nach hinten aus. Das geht am besten, indem man den Köder kurz stehen lässt, um dann mit der Rute nach oben in den lockeren schnurbogen zu schlagen.

      PerchHunterPati / 23.12.2012 - 22:53 Uhr
    • Kick back action ist echt genial ! Vorallem im Sommer, direkt nach dem "Looping" kommt der Biss :D Die leichtere Rute ist von Pezon&Michel und nicht von Mitchel ;)

      Tobias Brockmann / 20.02.2013 - 19:42 Uhr
  • Auf jedenfall eine der spaßigsten und spannendsten Methoden um Hecht & co. zu fangen.;)

    RügenFishPower / 21.10.2012 - 09:53 Uhr
  • Maik (FishingTeamHorstmarerSee)

    Die beste Angeltechnik neben dem modernen Forellenangeln ! :)

    Maik (FishingTeamHorstmarerSee) / 06.08.2012 - 13:56 Uhr
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Beschreibung

Wörtlich bedeutet twitchen zupfen. Mit diesem Wort beschreibt man auch am besten diese Technik der Köderführung. Sie besteht darin, dass man einen Wobbler mit sanften Zügen der Rute durchs Wasser zupft. Twitchen stellt damit die gefühlvollere Variante des Jerkens dar. Der Reiz des Twitchen besteht – für Angler und Raubfisch – darin, dass der Wobbler sehr variabel durchs Wasser laufen kann. Wenn wir immer davon reden, dass die neuen Kunstköder und Techniken aus Amerika kommen, dann ist das mit dem Twitchbait ein bisschen anders. Sucht man in amerikanischen Katalogen oder auf Online-Seiten nach Twitchbaits, so wird man kaum fündig werden.

 

Dabei twitchen die Amis viel und gern, sie sprechen auch vom „Twitchen“, aber sie sprechen nicht von „Twitchbaits“. Dieser Begriff scheint eher in Europa gebräuchlich zu sein, um Köder zu benennen, für die ein Amerikaner einen anderen Namen verwenden würde. Twitchbaits verdeutlichen ein grundlegendes Problem bei der Benennung moderner Wobbler: Zum einen werden sie nach der Form benannt, zum anderen nach der Angeltechnik, für die sie gedacht sind. Ein Minnow ist beispielsweise nach einer kleinen, schlanken Fischform benannt, ein Twitchbait dagegen nach der Art der Köderführung. Tatsächlich eignen sich viele schlanke Wobbler besonders gut zum Twitchen. Deshalb nennt man sie aber nicht zwangsläufig Twitchbaits. Man würde sie in Amerika eben eher als Minnows bezeichnen. In Europa haben dagegen schon einige Minnows von ihrem Hersteller die Bezeichnung Twitchbait bekommen.

 

Zupfende Bewegungen

 

Ein Twitchbait ist also, wenn man so will, ein Köder, der getwitcht – also gezupft – wird. Sein Erscheinungsbild ist dabei aber gar nicht so ganz genau festgelegt. Für die zupfende Köderführung muss der Wobbler aber doch bestimmte Eigenschaften haben, damit diese Technik überhaupt die gewünschte Wirkung erzielt. Bei einem dicken, kugeligen Körper sind sanfte Zupfbewegungen meistens ziemlich wirkungslos. Auch schwerfällige große Jerkbaits, die ein kräftiges Rucken der Rute erfordern, sind durch Zupfen nicht so richtig in Bewegung zu bringen. Am besten reagieren Wobbler mit einem schlanken oder im Vorderteil leicht verdickten Körper und einer kurzen Tauchschaufel auf zupfende Rutenbewegungen. Und so sehen schließlich auch die meisten Wobbler-Modelle aus, die explizit als Twitchbaits bezeichnet werden. Die Tauchschaufel der Twitchbaits ist in der Regel klein. Der Winkel zwischen Tauchschaufel und Mittelachse des Köders liegt um 45 Grad. Damit sind solche Wobbler für „mittleres Tauchverhalten“ ausgelegt. Sie laufen nicht flach und nicht auffällig tief. Und die Tauchschaufel ist eben auch so ausgelegt, dass der Köder gut auf leichte Zupfbewegungen reagieren kann.

 

Ein Wobbler, der nach seiner Konstruktion einen Sonderfall darstellt, der aber immer wieder auch als Twitchbait bezeichnet wird, ist der Zalt-Wobbler. Er besitzt keine Tauchschaufel. Dafür dient seine abgeflachte Kopfseite, an der die Öse ganz weit vorne sitzt, als Widerstand, um den Wobbler auf Tiefe zu bringen. Tatsächlich besitzt der Zalt mit dieser Konstruktion ideale Eigenschaften zum Twitchen. Unter den Twitchbaits findet man häufig Suspender, also „schwebende“ Wobbler. Das Schwebeverhalten kommt der zupfenden Technik besonders entgegen. Weil der Wobbler in einer Zupfpause nicht absinkt oder auftaucht, kann man ihn sehr gut in einer bestimmten Wassertiefe durchziehen. Auch bei Tempowechseln und Stopps bleibt er in der Tiefe, in der wir die Raubfische vermuten.

 

Viele Variationen

 

Von der Führungstechnik her sind Twitchbaits die nahesten Verwandten der Jerkbaits. Jerks werden mit kräftigen Schlägen durchs Wasser bewegt, Twitchbaits behandelt man etwas sanfter, denn sie werden nicht geschlagen, sondern gezupft. Die Tauchschaufel dieser Wobbler verrät, dass man mit ihnen allerdings auch etwas anderes machen könnte, nämlich sie gleichmäßig einkurbeln. Dabei würden sie eine gewisse Eigenbewegung entwickeln, die durchaus schon genügend Wirkung auf die Raubfische ausübt. Aber es geht eben noch besser, indem man twitcht.

 

Zum Twitchen verwendet man eine kurze Rute mit einem straffen Blank. Die Rute wird mit der Spitze nach unten zum Wasser gehalten und leicht schräg zum Körper gezupft. Die Zupfer sorgen dafür, dass der Wobbler mit etwas abgehackten Bewegungen durchs Wasser zuckt. Mal schlägt er nach links und mal nach rechts aus. Indem man die Rute bei den Zupfern unterschiedlich lang durchzieht, variiert man auch die Bewegungen des Wobblers. Der gleitet dadurch mal kürzer und mal länger in eine Richtung. Twitchen bedeutet also, dass man den Wobbler sehr variabel bewegen kann. Darin liegt auch das Erfolgsgeheimnis dieser Technik. Einem Raubfisch, der den Köder beobachtet, ihn vielleicht sogar verfolgt, wird immer wieder eine etwas andere Bewegung dargeboten. Das ist natürlicher und überzeugender als eine über viele Meter gleichartig monotone Bewegung. So schwimmt ein Beutefisch nämlich niemals, und schon gar nicht, wenn ein Räuber in der Nähe ist.

Name:

Twitchen

Weitere Namen:

Wobbler-Twitchbait, Wobbler-zupfen

Methode:

Spinnfischen

Gruppe:

Raubfischangeln

Anfüttern:

Ohne Anfüttern

Minimale Rollengröße:

1000

Maximale Rollengröße:

3000

Minimale Rutenlänge:

180 cm

Maximale Rutenlänge:

210 cm

Rollenart:

Multirollen
Stationärrollen

Tipps und Tricks

Steifes Vorfach (Fluororcarbon, Hardmono, Stahl), kleine Einhänger.