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Angeltechnik Tunken

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Beschreibung

Das Angeln mit der Kopfrute wird in den großen deutschen Flüssen wie z. B. dem Rhein immer extremer. Barben jenseits der 5-kg-Marke sind keine Seltenheit und auch die Brassen erreichen mittlerweile Durchschnittsgewichte von 2 kg und mehr. Da ist robustes Gerät nötig um diese Fische zu bändigen. Das fängt bei der Rute an und hört beim Haken auf.

 

Ruten: Stabil,  aber leicht

 

Bei den Ruten kann man keine Kompromisse eingehen. Die Rute muss leicht sein, um auch über längere Zeit ein ermüdungsfreies und konzentriertes Angeln zu ermöglichen. Weiter muss sie sehr steif sein, um einen blitzschnellen Anschlag gewähren zu können. Mit einem „Wabbelteil“ hat man da keine Chance. Darüber hinaus muss die Kopfrute aber auch stabil sein. Beim Angeln auf große Barben in schneller Strömung kann einer Kanalrute schnell die Puste ausgehen und das eine oder andere Teil bleibt auf der Strecke. Aus diesem Grund hat sich Stipp-Spezialist Kai Chaluppa u. a. für die Kopfruten aus der „Power-Match-Serie“ von Sensas entschieden.

 

Das richtige Gummi

 

Ein wesentlicher Teil beim Stippen auf große Fische ist der Gummizug. Hier kommt für Kai ausschließlich ein Hohlgummi in Frage. Diese „hollow elastics“, wie sie auf englisch und im Fachjargon heißen, bestechen durch ihre außerordentliche Kraft mit denen man einen Fisch drillen kann. Ein großer Vorteil dieser Gummizüge: Der Fisch wird mit der selben Kraft, mit der er gegen den Gummi zieht auch wieder zurückgezogen.

Er muß also zweimal Kraft aufwenden, und der Drill wird wesentlich verkürzt. Die Gummizug-Halterung wird in der Regel im zweiten und dritten Teil der Kopfrute montiert. Das Spitzenteil der Rute wird nicht benutzt, weil es für das Gummi viel zu dünn ist!Den Längenverlust durch das Weglassen der Spitze kann man, falls erforderlich, mit einer „Mini-Extension“ (kurzes Handteil) ausgleichen.

 

Stabile Schnüre und Haken

 

Sind nur kapitale Barben am Angelplatz zu erwarten, kann der Gummizug auch über drei Teile (Teile 2 - 4) montiert werden. Die verwendeten Schnüre sind den zu erwartenden kampfstarken Fischen und dem robusten Gummizug angepasst. Eine 0,25er Hauptschnur und ein 0,20er Vorfach sind für große Barben ideal. In Ausnahmefällen ist auch ein 0,25er Vorfach möglich. Der Haken sollte natürlich auch entsprechend Robust ausfallen und über einen weiten Bogen für einen guten Sitz verfügen. Sein Favorit: Der 3311 von Sensas in den Größen 10-18.

 

Tunk ein

 

Kais favorisierte Angelmethode ist das Tunken. Dabei wird die Pose schwebend über der Wasseroberfläche geführt und mit dem Birnenblei der Grund abgetastet – wohlgemerkt: Die Pose schwimmt nicht im Wasser. Ein Biss macht sich dadurch bemerkbar, dass der stark verlängerte Kiel der Pose ausschlägt. Die Bisse kommen bei dieser Methode mitunter sehr heftig und der Gummizug schießt „von jetzt auf gleich“ aus der Rute. Dann gilt es dagegen zu halten und dem Fisch zu zeigen, wer hier der Chef im Ring ist: der Angler. Gibt man einer großen, kampfstarken Barbe zu viel Spielraum, hat man keine Chance und der Fisch ist weg. Spricht man übers Tunken, ist das Thema Futter unumgänglich. Das Futter beim Stippen in extremer Strömung erfüllt gleich mehrere Aufgaben. Zum Einen soll es mit seinem verführerischen Duft die Fische an den Angelplatz locken und dort zum Fressen anregen. Weiterhin dient es aber auch dazu, die Lebendköder, die in starker Strömung der Schlüssel zum Erfolg sind, an den Gewässergrund zu bringen.

 

Tunken ist eine hoch konzentrierte Angelegenheit. Hier sieht man sehr gut, dass diese Art der Angelei trotz leichter, langer Kopf-Ruten (bis 13 m) recht anstrengend ist (vor allem bei sengender Sommerhitze).

Name:

Tunken

Methode:

Grundangeln

Gruppe:

Friedfischangeln

Anfüttern:

Mit Anfüttern

Minimale Rutenlänge:

600 cm

Maximale Rutenlänge:

13.000 cm

Tipps und Tricks