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Angeltechnik Spinnerbait

Spinner-Spinnerbait

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Beschreibung

Entwickelt wurden Spinnerbaits in den USA, wo häufig in flachen Seen und Flüssen, in denen das Grünzeug wuchert, auf Schwarzbarsche geangelt wird. Spinnerbaits haben eine angewinkelte Metallachse. Am oberen Ende befinden sich ein oder mehrere Spinnerblätter. Am unteren Ende ist ein Einzelhaken mit Bleikopf angebracht, der meist mit Gummifransen (auch Skirt genannt) garniert ist. Die Drahtachse macht den Spinnerbait nicht nur unverkennbar, sie schützt den Haken auch vor dem lästigen Grünzeug. Bei anderen Ködern fürs Spinnfischen in krautreichen Gewässern wie etwa Softjerks, wird der Haken im Inneren des Körpers verborgen. Das mindert aber die Chancen, einen Fisch sauber zu haken. Nicht so beim Spinnerbait. Der Haken liegt frei, und trotzdem setzt sich dort kaum Kraut fest.


Für alle Tiefen


Ein Spinnerbait lässt sich in jeder Wassertiefe führen. Kurbelt man ihn direkt nach dem Auswerfen ein, läuft er verführerisch unter der Wasseroberfläche. Lässt man den Spinnerbait absinken, kann man ihn auch knapp über Grund führen. Der durch die Drahtachse abgeschirmte Einzelhaken fängt deutlich weniger Kraut und Seerosenblätter ein als andere Spinnköder. Mit einem Spinnerbait ist man nicht nur variabel bei der Wahl der Wassertiefe, in der man angeln möchte. Auch die Geschwindigkeit, mit der der Köder eingeholt wird, kann variiert werden. Während normale Spinner nur bei schneller Führung das Blatt rotieren lassen, arbeitet der Spinnerbait auch bei langsamer Einkurbelgeschwindigkeit.


Variable Ausstattung


Ein weiteres Plus dieses Köders: Es gibt Modelle mit mehreren Spinnerblättern. Bis zu fünf können es sein. Dadurch wird dem Räuber vorgegaukelt, dass mehrere Beutefischchen an ihm vorbeischwimmen. Die Aussicht auf gleich mehrere Portionen lässt einen Barsch oder Hecht meist zuschnappen.
Wenn Sie sich verschiedene Spinnerbaits anschauen, werden Sie feststellen, dass sie mit unterschiedlich breiten Blättern ausgerüstet sind. Das wirkt sich auf die Druckwellen aus, die unter Wasser erzeugt werden. Als Faustregel gilt: Je schlanker das Spinnerblatt, desto weniger Widerstand bietet es dem Wasser. Dementsprechend schwächer fallen auch die Druckwellen aus. Ein breites Spinnerblatt hingegen macht unter Wasser ordentlich Radau.


Um die Effektivität eines Spinnerbaits zu steigern, kann man ihn mit einem zusätzlichen Köder aufpeppen, der am Einzelhaken befestigt wird. Dazu eignen sich nahezu alle Weichplastikköder wie Shads, Gummiwürmer oder Drop Shot-Gummis.
Montiert man einen langen Gummiköder, kann es gerade beim Barschangeln zu Fehlbissen kommen. Das vermeidet man mit einem „Angsthaken“. Um den Angsthaken anzubringen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder nehme ich einen Einzelhaken mit Öhr. Das Öhr schiebe ich auf den Haken des Spinnerbaits und befestige dann den Angsthaken im Gummiköder. Bei sehr langen Würmern bringe ich den Angsthaken an einem kurzen Vorfach, auch Stinger genannt, an.  Verwendet man einen Stinger, sollte der Spinnerbait über einen Wirbel an der Schnur angebracht werden. Dort wird das Vorfach des Stingers eingehängt. Über die Öse zieht man ein Stück Schlauch, damit der Wirbel nicht verrutschen kann.


Gerade in sehr klaren Gewässern sollte man anstelle eines Stahlvorfachs Hardmono oder dickes Fluorocarbon montieren. Dann schöpfen auch misstrauische Räuber keinen Verdacht. Die meisten Angler verwenden eine geflochtene 0,10er Hauptschnur. Ich setze allerdings auf eine monofile Hauptschnur, weil durch die Dehnung deutlich weniger Fische ausschlitzen.
In welcher Farbe ein Spinnerbait am besten fängt, hängt vom Gewässer und den wechselnden Vorlieben der Fische ab. Die auch bei anderen Ködern geltende Regel, dass im trüben Wasser helle Farben punkten, und man bei klarem Wasser eher auf gedeckte Muster setzen sollte, hat sich auch bei Spinnerbaits bewährt. Ich habe auch gute Erfahrungen mit kontrastreichen Spinnerbaits gemacht. Befinden sich am Einzelhaken bunte Fransen, ist ein klassisch silbernes oder goldenes Spinnerblatt vorzuziehen.
Der Fachhandel bietet eine große Auswahl an Spinnerbaits. Und auch im Internet gibt es mehrere Shops, wo man diese Köder bestellen kann.
Man sollte auf jeden Fall mehrere Spinnerbaits in unterschiedlichen Designs dabei haben und den Köder wechseln, wenn die Bisse ausbleiben. So findet man ziemlich schnell heraus, auf welche Farbe die ­Fische gerade stehen.

Name:

Spinnerbait

Weitere Namen:

Spinner-Spinnerbait

Methode:

Spinnfischen

Gruppe:

Raubfischangeln

Anfüttern:

Ohne Anfüttern

Minimale Rollengröße:

1000

Maximale Rollengröße:

3000

Minimale Rutenlänge:

180 cm

Maximale Rutenlänge:

240 cm

Rollenart:

Multirollen
Stationärrollen

Tipps und Tricks

Unregelmässig geführte Spinnerbaits fangen besser.