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Angeltechnik Spinnangeln-Küste

Blinkern-Meer, Küstenblinkern, Meerforellenblinkern, Mefoangeln, Spinnangeln-Brandung, Blinkern-Dorsche, Blinkern-Küste

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Beschreibung

Das Angeln mit Wobbler und Blinkern an der Küste unterschiedet sich grundlegend von dem an Binnengewässern. Auch die Blinker- und Wobblerformen selbst sehen deutlich anders aus, weil sie vor allem eines können müssen: weit fliegen. Wer den Wobbler an der Küste auswirft, wird dabei nicht von einem gegenüberliegenden Ufer eingeschränkt. Der Wurf geht gen Horizont, und selbst wenn die Wurfweite respektabel ist, erscheint sie gering gegenüber der Weite, die vor einem liegt.

Das ist der entscheidende Unterschied zum Angeln mit Wobbler an Binnengewässern. An der Küste kommt es nicht auf Genauigkeit an, sondern auf Weite. Auch wenn es durchaus Bisse im Nahbereich gibt, mit weiten Würfen deckt man einen größeren Bereich ab, darunter schließlich auch den nahen. Weite Würfe erhöhen also die Wahrscheinlichkeit, dass der Wobbler am Maul einer Meerforelle vorbeizieht. Und so sind auch die typischen Küstenwobbler auf weite Flüge ausgelegt. Alles was einem guten Flug hinderlich ist, wurde bei Küstenwobblern wegrationalisiert. Eine Tauchschaufel ist im Wege, deshalb gibt es sie nicht bei diesen Wobblern.

 

Sie besitzen am vorderen Ende eine Öse zur Schnurbefestigung, mehr nicht. Auch ein zweiter oder gar dritter Drilling ist am Küstenwobbler eine Fehlanzeige. Sie haben nur einen Drilling am hinteren Ende. Formen Küstenwobbler sind in der Regel schlanken Fischchen nachempfunden, deshalb sind sie selber auch lang und schlank geformt. Die meisten Modelle sind ganz einfach geformt, lang und gerade. Andere Modelle sind leicht geschwungen, was sich auf ihr Laufverhalten auswirkt. Je länger und schlanker ein Wobbler ist, desto ungünstiger sind seine Proportionen für einen guten, stabilen Flug. Einige der längsten Modelle sind deshalb so konzipiert, dass sie einen leichten Schwerpunkt haben, der ihre Flugeigenschaften verbessert. Die besten Flieger finden sich allerdings unter den kürzeren, gedrungenen Modellen.

Ein wahrhaftes Flugwunder wie der Spöket ist vergleichsweise kurz und schwer. Seine Fangstatistik zeigt, dass er von den Meerforellen dankbar angenommen wird, auch wenn er nicht genau die Proportionen der Beutefische trifft. Farben Meerforellenangler kennen die Diskussionen um die richtige Köderfarbe nur zu gut. Meistens liegt die Zahl der Fänger, auf denen eine Farbempfehlung beruht, aber viel zu gering, um wirklich zuverlässig zu sein. Dann gibt es auch genug Beispiele dafür, dass die auf der Nahrungssuche vorbeiziehenden Fische jeden Köder attackieren, ganz gleich, welche Farbe er hat. Einige erfahrene Meerforellenangler haben ihre favorisierte Farbe, bei der sie unter allen Umständen bleiben.

 

Wer noch auf der Suche nach seiner Farbe ist oder davon überzeugt ist, dass zu unterschiedlichen Zeiten verschiedene Farben besser fangen, der sollte mit verschiedenen Farben experimentieren. Einen sinnvollen Anhaltspunkt bietet dabei das Vorkommen von Beutetieren. Bilden Heringe, Sprotten und Tobiasfische die aktuelle Beute und bestimmen damit das Beuteschema, wird die Farbe dem angepasst. Das heißt, in dieser Zeit wählt man weiß-blaue und weiß-grüne Köderfarben. Sind die Fische dagegen auf Borstenwürmer fixiert, empfiehlt sich eine dunklere Farbwahl mit Schwarz und dunkelrotem oder kupferfarbenem Anteil. Dunkel sind auch die Köder der Nacht. Wer in der Dunkelheit angelt, sollte dabei auch schwarze Köder einsetzen, deren Silhouette von den Fischen besser zu erkennen ist als die eines hellen Köders.Dann gibt es noch eine Vielfalt greller, unnatürlicher Farben. Sie werden entweder als Sichthilfe oder als Provokation angeboten. In angetrübtem Wasser beispielsweise kann es sehr nützlich sein, eine grelle Farbe zu wählen, die vom Fisch leichter erkannt wird.

In Zeiten, in denen die Fische nicht aggressiv auf Nahrungssuche sind, hilft oftmals eine schrille Reizfarbe, einen Biss zu provozieren. Gewichte Je schwerer der Wobbler, desto größer die Reichweite – grob gesprochen. Natürlich ist irgendwann auch die absolute Wurfweite erreicht und lässt sich mit Gewicht nicht mehr steigern. Dafür läuft man Gefahr, dass der schwere Köder zu schnell absinkt und sich nicht so führen lässt, wie man es gerne hätte. Das gängige Gewicht der Küstenwobbler liegt im Bereich 16 bis 20 Gramm. Damit erreicht man gute Weiten, und der Köder lässt sich kontrolliert führen. Mit 30 Gramm ist dann auch schon die oberste Gewichtsklasse erreicht. Vielleicht lassen sich damit noch mal ein paar Meter herausschinden. Ansonsten hilft etwas mehr Gewicht vor allem bei starkem Wind und Wellengang, die Köderkontrolle zu behalten. Wer an der Küste einigen Anglern zuschaut, wird feststellen, dass die meisten von ihnen den Köder gleichmäßig einkurbeln. Einige stoppen beim Einkurbeln aber zwischendurch auch immer wieder ab.

 

Beide Methoden fangen, die letztere sicherlich noch ein bisschen besser. Wobbler haben eine dezente Eigenbewegung, aber sie reizen auch schon dadurch. Also muss man nicht zwingend noch zusätzliche Reize einbauen. Dennoch hilft dass und bringt den einen oder anderen Fisch mehr an den Haken. Die Küstenköder werden zweifellos häufiger verfolgt, als dass in sie hineingebissen wird. Jeder Meerforellenangler hat diese Nachläufer schon erlebt. Krumme Dinger Bei den Meerforellenködern gibt es einen fließenden Übergang vom Wobbler zum Blinker. Die gekrümmten Wobbler haben teilweise noch einen recht dicken Körper. Einige sind aber auch so schlank, dass sie eher den Blinkern zuzurechnen sind. Sie laufen schließlich auch mehr wie ein Blinker als ein Wobbler.

Name:

Spinnangeln-Küste

Weitere Namen:

Blinkern-Meer, Küstenblinkern, Meerforellenblinkern, Mefoangeln, Spinnangeln-Brandung, Blinkern-Dorsche, Blinkern-Küste

Methode:

Spinnfischen

Gruppe:

Meeresangeln

Anfüttern:

Ohne Anfüttern

Minimale Rollengröße:

3000

Maximale Rollengröße:

4000

Minimale Rutenlänge:

270 cm

Maximale Rutenlänge:

330 cm

Rollenart:

Multirollen
Stationärrollen

Tipps und Tricks

Wenn man den unentschlossenen Fischen noch einen kleinen Zusatzreiz anbietet, indem man den Köder zwischendurch stoppt und absacken lässt, beißt sicher der eine oder andere zu. Solange der Köder gleichmäßig schwimmt, löst er den Bissreflex nicht aus.

Der Fisch schaut sich dieses Verhalten eher neugierig an. Wenn die vermeintliche Beute aber plötzlich etwas anderes macht, absinkt wie ein toter Fisch und wieder anfängt zu schwimmen wie ein erneut zum Leben erwachter Fisch, dann löst sie oft den Bissreflex aus.