ANGELN.de / Angel-Wiki

Angeltechnik Schleppen mit Federkiel

Federkiel, Pfauenfeder

Du möchtest auf dieser Seite kommentieren oder dich mit anderen Usern austauschen?
Dann logge dich ein oder registriere dich.

Beschreibung

Beim schleppen mit dem Federkiel handelt es sich wohl um eine der ältesten Montagen am Forellensee. Das Posenmaterial liefert der Pfau aus seinen Federn. Federkiele sind in unterschiedlichen Wurfgewichten erhältlich (1g, 2g, 3g, 4g, 5g, 6g und 7g). Beim Kauf sollte man darauf achten, dass beide Enden lackiert sind, auf der einen Seite sollte das Posenende orange, auf der anderen Seite gelb sein. So kann man die sichtbare Posenseite immer den am Gewässer herrschenden Lichtverhältnissen anpassen. Die Federkielmontage wird für den Fang folgender Fische verwendet: Regenbogenforellen, Lachsforellen, Goldforellen, Bachforellen und Saiblinge.

Aufbau der Montage

Die Montage kann mit unterschiedlichen Bleisorten wie Tremarella Bleie, Tropfenbleie, Birnenbleie oder Klemmbleie gefischt werden. Wahlweise kann die Montage mit einem Slim- oder Short Glas als Wurfgewicht gefischt werden. Für den Aufbau wird folgendes Tackle benötigt: Einen Federkiel, drei bis vier Silikonringe, einen Spezial-Gummistopper der Größe M oder L, einen Dreifachwirbel (am besten konisch), ein Vorfach der Stärke 0,14 mm – 0,20 mm, Vorfachlänge 0,80 m – 1,20m und einen dickdrähtigen verschränkten Haken der Größen 4 – 10. Die Hauptschnurstärke liegt bei 0,16 mm – 0,22 mm.

Die Hauptschnur wird durch die drei bis vier Silikonringe gezogen, dann schiebt man den Federkiel durch die Silikonringe und setzt damit den Federkiel fest. Der Federkiel darf sich beim auswerfen nicht verschieben. Achtet darauf das der Federkiel stramm auf der Hauptschnur sitzt. Die Silikonringe oben und unten sollten bündig mit den Federkielenden abschließen – so kann sich die Schnur dort nicht überschlagen. Jetzt zieht man ein Tremarella Blei oder Glaskörper auf die Hauptschnur. Danach wird der Spezial-Gummistopper auf die Hauptschnur gezogen, dann knotet man den Dreifachwirbel an die Hauptschnur. Weiter geht es mit dem Vorfach. Am freien Ende des Dreifachwirbels wird nun das Vorfach angeknotet... und fertig ist die Montage!

Ruten und Rollenauswahl

Zum fischen mit dem Federkiel sollte man sehr feine Ruten mit leichten Wurfgewichten verwenden. Um diese superleichten Montagen auf Entfernung zu bringen sollte man Tremarellaruten oder feine Matchruten verwenden. Auf dem Rutenblank findet man im Regelfall alle gewünschten Angaben. Das Wurfgewicht der Rute sollte nicht über 15g liegen. Warum so fein? Die Erklärung ist einfach und logisch: Um so leichte Montagen auch in Seebereichen von 20 m bis 45 m fischen zu können, muss sich der Rutenblank beim Wurf aufladen können. Ruten mit zu hohen Wurfgewichten werden hier nicht den gewünschten Erfolg bringen. Stationärrollen der Größe 2000 – 5500 erleichtern das erreichen der gewünschten Wurfweiten.

Angeltechnik

Die Federkielmontage wird hauptsächlich aktiv gefischt, man kann aber auch damit passiv fischen, wie mit jeder Posenmontage. Nach dem Auswerfen lässt man die Montage einige Zeit auf die gewünschte Tiefe absinken bis sich der Federkiel aufstellt. Welche Tiefe die richtige ist, muss man selber herausfinden. Beim schleppen mit dem Federkiel sollte die Rute in einem 30° Winkel zur Wasseroberfläche und parallel zum Ufer ausgerichtet werden. Beim schleppen mit dem Federkiel gibt es eine wichtige Regel: „Schleppe immer so langsam Du kannst.“ Jetzt sollte man aufpassen und den Federkiel nicht mehr aus den Augen lassen. Bisse können sich unterschiedlich bemerkbar machen, häufig merkt man den Ruck in der Rute wenn die Forelle zuschnappt. In diesem Fall wartet man ab bis die Pose abläuft und schlägt dann nach oben an.

Wenn die Forellen vorsichtiger werden kann es sein, das man den Biss nur noch am Federkiel erkennt. In dieser Situation der Bisserkennung geht der Federkiel teilweise nur kurz zur Seite oder zittert nur einmal auf der Wasseroberfläche, dann sollte man sofort etwas nachlassen und die Pose beobachten. Läuft die Pose nach zwei bis fünf Sekunden nicht ab, reizt man noch mal mit einen Kurbelumschlag nach um den Köder noch mal neu anzubieten. Meist packt die Forelle dann noch mal zu und die Pose läuft dann auch ab. Dann ist es an der Zeit den Anschlag entschlossen zu setzen. Wichtig für den Anschlag: Er sollte immer mit der Rute nach oben erfolgen, nie zur Seite.

Köder

Diese Montage wird zu 80 % mit Berkley PowerBait gefischt, Bienenmaden, Mehlwürmer und auch Tauwurmköpfe bringen an manchen Tagen auch den gewünschten Erfolg. Wichtig: Der Köder muss sich beim schleppen drehen, nur so erzielt man den gewünschten Reiz. Bitte zieht den Köder langsam vor euren Augen am Ufer vorbei, wenn er rotiert ist alles in Ordnung. Sollte der Köder nicht rotieren, bitte sofort neu beködern. Einsatzgebiet: Die Federkielmontage ist der „Allrounder“ am Forellensee, Angler die mit der Bombarde noch nicht so viele Erfahrungen gesammelt haben können zum Einstieg mit dieser Montage schnell erfolgreich sein. Diese Montage ist praktisch die „Einstiegsmontage“ am Forellensee. Die Federkielmontage kommt am Forellensee immer zum Einsatz, egal ob man Profi oder Anfänger ist.

Name:

Schleppen mit Federkiel

Weitere Namen:

Federkiel, Pfauenfeder

Methode:

Spinnfischen

Gruppe:

Forellensee

Anfüttern:

Ohne Anfüttern

Minimale Rollengröße:

2000

Maximale Rollengröße:

3500

Minimale Rutenlänge:

300 cm

Maximale Rutenlänge:

390 cm

Rollenart:

Stationärrollen

Tipps und Tricks