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Angeltechnik Popper

Poppern, Toppeln, Wobbler-Popper

  • Bei mir ebenfalls, ich fische jezt ca. seit einem Jahr mit Oberflächenködern an meinen Hausgewässern und stelle fest das sich auf kleinere Modelle auch Forellen oder Döbel in beachtlichen größen fangen lassen. Da derartige Köder bei uns in der Umgebung so gut wie nie gefischt werden und die Fische sie nicht als Köder kennen. :D

    batschelman / 16.06.2013 - 15:42 Uhr
  • Der Artikel entspricht zu 100% meiner Persönlichen erfahrungen am Wasser! Ich fische den Rapala Skitter Pop und konnte auch im Rhein im Buhnenfeld Barsche fangen.Auch im Rhein selbst ist das Poppern möglich bei nicht zu starker Strömung und fängt dort Rapfen. Habe in letzter Zeit auch festgestellt das sich Rapfen die ausserhalb der Wurfweite jagen sich durchaus anlocken lassen; durch das plop Geräusch!

    FRANK H. / 16.06.2013 - 09:58 Uhr
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Beschreibung

Wörtlich übersetzt sind Popper Knaller. Den Namen haben sie von dem Geräusch, dass sie im Wasser erzeugen. Wenn man mit diesen Oberflächenködern richtig angelt, werden sie auch zu richtigen Knallern, was den Fangerfolg betrifft.


Was ist ein Popper?

 

Popper sind reine Oberflächenköder, die sich durch ihre spezielle Form und ihr Verhalten an der Oberfläche auszeichnen. Ihr äußerliches Kennzeichen ist die ausgehöhlte Schnauze. Sie führt zu ihrem charakteristischen Verhalten. Wenn Popper ruckartig bewegt werden, schieben sie mit ihrer Schnauze das Wasser weg. Dadurch platscht es und kommt zu dem ploppenden Geräusch, das ihnen ihren Namen gegeben hat (engl. to pop = knallen). Mit ihrer eingedellten Schnauze und dem nach hinten verjüngten Körper sind Popper unverwechselbar. Viele Angler hierzulande trauen diesen Ködern aber nicht so recht. Zum Teil wohl wegen ihrer merkwürdigen Form, aber sicher auch, weil es vielen nicht geheuer ist, mit einem platschenden Köder an der Oberfläche zu angeln. In Amerika ist das ganz anders. Dort gehören Popper zu den Ködern, die ein ernsthafter Profi-Angler unbedingt dabei haben muss, wenn er ans Wasser geht. Die Auswahl an Poppern in den USA ist groß, und es gibt diese Köder in Längen von 1 bis 30 Zentimeter. Nicht nur im Süßwasser auf Forellen und Schwarzbarsche, auch im Meer, zum Beispiel auf Wolfsbarsch und Giant Trevally werden Popper eingesetzt. Bei uns sind die Hauptzielfische Hechte und Barsche, Rapfen und Döbel. Vor allem, wenn an Spätsommertagen die Brutfische in dichten Schwärmen an der Oberfläche stehen und man immer wieder sieht, wie die Räuber in die Kleinfische einbrechen, sind Popper als Köder erste Wahl. Mittlerweile gibt es auch bei uns eine kleinere Auswahl an Popper-Modellen. Bekannt sind besonders der Rapala Skitter Pop, der Rattlin’ Chug Bug von Storm, Rocket Popper von ABU, SK-Pop und Chatterer von Illex sowie der PP 65 von Ecogear.


Wellenwerfer

 

Beim Angeln zieht man den Popper mit einem schnellen, aber nicht zu harten Rutenzug durchs Wasser. Der Popper wirft dabei eine kleine Welle, und man hört das typische Pop-Geräusch, das entsteht, wenn das Wasser aus der Delle im Kopf des Köders zu den Seiten verdrängt wird. Bei starkem Wellengang muss man größere Popper-Modelle fischen, um die Fische überhaupt auf den Köder aufmerksam zu machen, bei spiegelglatter Oberfläche dürfen die Züge weniger aggressiv ausfallen. Der erste Schritt, um mit Poppern erfolgreich zu sein, besteht darin, sich überhaupt zu überwinden, mit diesen Ködern angeln zu gehen. Das kann aber bedeuten, dass man lange und intensiv mit ihnen angeln muss. Einfach mal eine halbe Stunde mit dem Popper angeln, reicht meistens nicht aus für einen Fang. Die meisten Angler brauchen mehrere Anläufe, um mit diesen Ködern zu fangen und Vertrauen zu ihnen aufzubauen. Amerikanische Profis behaupten, dass man für sieben Fische, die man mit anderen Ködern und Methoden fängt, einen Fisch auf Popper landet. Allerdings ist der Adrenalinstoß bei einem Biss auf Popper viel größer, weil man sehen kann, wie ein Räuber den Popper verfolgt, wie er den Köder attackiert und dann am Haken hängt. Viele Anfänger sind bei ihren ersten Versuchen allerdings zu aufgeregt, wenn ein Räuber den Popper verfolgt und machen den Fehler, dass sie viel zu schnell anschlagen. Experten dagegen warten, bis sie das Gewicht des Fisches in der Rute spüren und setzen erst dann den Anhieb.


Farbwahl

 

Ganz wichtig beim Angeln mit Poppern ist die richtige Farbwahl. Die fängige Popper-Farbe ist abhängig von der Färbung des Wassers und von den am häufigsten vorkommenden Futterfischen. In sehr klarem Wasser fische ich eher natürlich gefärbte Popper in Silber und Weiß. Das gleiche gilt, wenn ich viele Futterfische an der Oberfläche sehe. Bei trübem Wasser ist die Farbe „Firetiger” unschlagbar. In Gewässern mit einem hohen Barschbestand kann man damit auch in klarerem  Wasser fangen.  Für die Farbauswahl eines Poppers gilt weiter: Je bedeckter der Tag, desto dunkler die Farbe des Poppers, je heller der Tag, desto heller auch die Köderfarbe.


Köderführung

 

Wie soll man den Popper einsetzen? Werfen Sie den Köder aus und lassen Sie ihn einige Sekunden ruhen, nachdem er auf dem Wasser aufgeschlagen ist. Beschreiben Sie nun mit der Rute eine schnelle Jerkbewegung und holen sie damit den Popper ein wenig näher zu sich heran. Die Wasserverdrängung und das eigenartige Pop-Geräusch, das dabei entsteht, locken die Fische. Die Bewegung an der Oberfläche signalisiert dem Räuber, dass etwas Fressbares in der Nähe und damit eine leichte Beute ist. Stoppen Sie nach der ersten Jerkbewegung und schauen sie, ob nicht schon ein Fisch den Köder verfolgt. Sehen Sie eine Wasserbewegung, zupfen sie den Popper ein wenig heran, weil ein Räuber Interesse zeigt. Setzen sie zu einer weiteren Jerkbewegung an und beobachten Sie den Popper während der Pausen. Wie bei anderen Angelarten auch, beißen die Fische meist in den Einholpausen. Seien Sie immer darauf gefasst, anzuschlagen. Vergessen Sie nicht, die lose Schnur zwischen den Rutenbewegungen einzukurbeln, damit sie immer guten Kontakt zum Köder und damit zum Fisch haben. Es gibt Tage, an denen das Einholen des Poppers mit Pausen nicht zu funktionieren scheint. Dann gibt es eine zweite Köderführung: Imitieren Sie mit dem Popper einen flüchtenden Beutefisch. Zupfen Sie ihn in einer konstanten Bewegung über die Oberfläche, so dass er eine Bugwelle wirft. Experimentieren Sie mit verschiedenen Popper-Farben. Fische können Köderkontraste gegen den Himmel und das Wasser wahrnehmen. Wenn Sie also keinen Biss bekommen, kann das daran liegen, dass die Fische den Popper nicht wahrnehmen können.


Gewässer

 

Wir haben es bereits angedeutet: Popper sind nicht immer die besten Köder, um an einem Gewässer Fische zu fangen. Es gibt sogar Gewässer, in denen es ziemlich hoffnungslos ist, mit Poppern zu angeln. Weil man aber mit ungewohnten Ködern möglichst schnell einen Erfolg verbuchen möchte, sollte man sich an ein Gewässer begeben, an dem man gute Fangchancen hat. Wie sieht solch ein Gewässer aus? Es sollte zunächst einmal flach sein oder flache Bereiche aufweisen. Denn in durchgehend tiefen Gewässern jagen die Raubfische selten oder gar nicht an der Oberfläche. Das Gewässer sollte auch über Pflanzenbewuchs und Geäst im Wasser, und zwar im Oberflächenbereich verfügen. Denn dort gehen kleine Fische auf Nahrungssuche und verstecken sich dort, und damit ziehen sie auch die Räuber nach oben.

Um Gewissheit über Raubaktivitäten an der Oberfläche zu gelangen, ist es das Sicherste, wenn man die Raubfische auch tatsächlich jagen gesehen hat. Wer beobachten konnte, dass sich kleine Fische nahe der Oberfläche aufhalten, und dort von Raubfischen angegriffen werden, der darf sich sicher sein, dass er dort auch mit dem Popper fangen kann.

Name:

Popper

Weitere Namen:

Poppern, Toppeln, Wobbler-Popper

Methode:

Spinnfischen

Gruppe:

Raubfischangeln

Anfüttern:

Ohne Anfüttern

Minimale Rollengröße:

1000

Maximale Rollengröße:

3000

Minimale Rutenlänge:

180 cm

Maximale Rutenlänge:

240 cm

Rollenart:

Multirollen
Stationärrollen

Tipps und Tricks

Viele Bisse kommen in den Pausen, wenn der Köder regungslos auf der Wasseroberfläche liegt.