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Angeltechnik Makrelenpaternoster

Makrelenmontage, Makrelen-System

  • Weiß ich doch... Habe bisher alles mögliche darauf gefangen. Dorsche, Hornhechte, Heringe und sogar Barsche. Es bezog sich lediglich auf das Tortendiagramm.

    Parzival / 12.10.2012 - 12:29 Uhr
  • 100% Makrele??? Das auf dem Foto sind aber komische Makrelen;-)

    Parzival / 11.10.2012 - 21:10 Uhr
    • Nicht wahr ;-) Wir haben das Bild ausgesucht, um zu demonstrieren, dass Makrelen-Paternoster auch andere Fischarten ins Boot befördern ;-)

      Fynn Krause / 12.10.2012 - 08:38 Uhr
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Beschreibung

In fast allen Nordseehäfen bieten Bootseigner ab Juni Tagesfahrten zum Makrelenangeln an; die bequemen, großen Schiffe mit Bordservice sind in der Hochsaison beinahe täglich ausgebucht, rechtzeitige Anmeldung ist ratsam. Die besten Fänge (einhundert und mehr Fische pro Angler) werden bei sonnigem, ruhigem und windarmem Wetter gemacht. Die Kapitäne spüren die Fische mit Fischlupen und durch Möwenbeobachtung auf: Wo Möwen sich sammeln und ins Wasser stürzen, haben Makrelen einen Kleinfischschwarm an die Oberfläche gejagt.

 

Geangelt wird mit Vierer- bis Sechserpaternostern aus Haken der Größe 1/0, die mit Hühnerfedern, Kunststoffäden, bunten und blitzenden Phantasiefliegen und Blinkern verkleidet sind. Die Beißlust der rasenden Fische kennt keine Grenzen, denn keines der vielen Paternoster kann für sich in Anspruch nehmen, herausragend fängig zu sein; der Futterneid der Fische lässt sie auf all diese drei bis fünf Zentimeter langen Köder losgehen.

Die Fische ziehen fast immer in Tiefen zwischen sieben und fünfzehn Metern, angelt man darunter, wird häufig nichts gefangen. Ein bei etwa zehn Metern in die Schnur gebundener Stopper erleichtert das rasche Auffinden der richtigen Angeltiefe.

 

Auch vom Ufer werden aus werden Makrelen gefangen. Man fängt sie ebenfalls mit Paternostern, reduziert wegen der besseren Wurfweite die Köder auf ein bis vier Stück. Als Wurfgewicht werden Pilker (platte, langsam sinkende Formen) von 75 bis 100 g verwendet.

 

Gerät

 

Die Rute fürs Paternosterangeln vom Boot muss mindestens so lang sein wie das Paternoster zuzüglich etwa 1 bis 1,5 Meter. Ruten von 3,7 bis 4,2 Meter Länge mit geringer Spitzenaktion, steife, aber leichte Typen, haben sich bewährt. Dazu eine Stationärrolle mit hoher Übersetzung und ca. 100 Meter 8- bis 10-kg-Schnur.

 

Ein Typischer Fangtag an Bord

 

Die früh auslaufenden Kutter sind oft stundenlang auf der Suche nach Fischen. Es kann vorkommen, dass der Skipper sechs bis sieben Stunden lang kreuzen muss, ohne auch nur einen Fisch zu finden. Dann aber sind sie da, und an Bord ist die Hölle los: Fünfzig Angler fangen gleichzeitig zwei, vier oder sechs Makrelen! Und jeder weiß: Schnell muss alles gehen, denn der Schwarm bleibt nicht lange, die Paternoster müssen rasch wieder ins Wasser. Eine ungeübte Anglerschar gerät dabei schnell ins Durcheinander: Überall zappelnde Fische, Haken in Ärmeln und Pullover, verhedderte Vorfächer, fluchende Kameraden. Wer nicht gut vorbereitet ist, wird gestresst. Erfahrene Makrelenangler verwenden deshalb sehr lange Ruten. Damit können sie die rasenden Fische vom Gerät des Nachbarn fernhalten. Sie drillen nicht, sondern ziehen die Fische rigoros hoch, parieren damit jede Flucht der rasenden Fische, verhindern so das Verheddern in Nachbars Leine. Sie heben die Makrelen zügig aus dem Wasser, klemmen die Rute senkrecht in eine zuvor angebrachte Halterung und „pflücken“ die Makrelen mit der behandschuhten Hand von den Haken, hängen das Paternoster straff in einen Rutenring, damit die Haken nicht frei herumschwingen und ins Auge geraten können. Sie versorgen die Fische und tragen dabei Ölzeug, weil sich das Makrelenblut (in Textilien eingetrocknet schwer lösbar) wieder abwaschen lässt und Haken sich darin kaum verfangen. Sie tragen auch Schutzbrillen, damit weder Blut noch Haken in die Augen geraten können.

Hat sich ein Nachbar in ihrem Vorfach verheddert, fackeln sie nicht lange: Das Vorfach wird ausgehängt, ein neues in den Karabinerwirbel geklinkt, fertig. Auch das Blei lässt sich so leicht wechseln.

 

Wehe, wer seine Makrelen während des Verholens zum nächsten Fangplatz putzt und damit die Möwen anlockt: Er wird vom Kapitän sofort getadelt! Denn die Möwen sollen am Horizont die Makrelen suchen und nicht an Bord gefüttert werden!

Name:

Makrelenpaternoster

Weitere Namen:

Makrelenmontage, Makrelen-System

Methode:

Spinnfischen

Gruppe:

Meeresangeln

Anfüttern:

Ohne Anfüttern

Minimale Rollengröße:

3000

Maximale Rollengröße:

4000

Minimale Rutenlänge:

240 cm

Maximale Rutenlänge:

330 cm

Rollenart:

Multirollen
Stationärrollen

Tipps und Tricks