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Angeltechnik Jerkbait

Jerken, Wobbler-Jerkbait

  • Im Winter ist langsames führen wichtig. Am besten funktionieren Glider wie der Salmo Slider oder Hitcher in 120mm Sinking.Der Hichter wackelt bei den pausen in Sinkfase schön mit der Flanke. Es lohnt sich im Winter zu jerken. Markus

    luremaster / 26.01.2013 - 18:53 Uhr
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Beschreibung

Als die Jerkbaits anfingen, sich bei uns durchzusetzen, waren sie in Amerika längst nichts Neues mehr. In Menschenleben gerechnet, gingen sie hart auf die Rente zu. Aber hier waren sie die ersten Wobbler oder wobblerartigen Köder, die anders waren als die bisherigen Modelle und sich tatsächlich nach und nach ihren Stammplatz in den Köderkisten der Raubfischangler sicherten. Dass die Jerkbaits nicht nur jubelnd von den Raubfischanglern begrüßt wurden, sondern von vielen auch misstrauisch beäugt und nach ein paar Versuchen am Wasser wieder beiseite gelegt wurden, ist nicht ganz unverständlich. Jerkbaits haben keine Tauchschaufel und entwickeln nicht das übliche Bewegungsmuster eines Wobblers. Das ist das größte Problem, dass viele Angler mit diesen Ködern haben. Sie bewegen sich nicht von selbst verführerisch, man muss aktiv dafür sorgen, dass sie interessante Bewegungen vollführen.


Mehr als Einkurbeln

 

Bislang hat man einen Wobbler ausgeworfen und eingekurbelt. Alles andere hat der Wobbler übernommen. Das funktionierte an langen ebenso wie an kurzen und an harten ebenso wie an weichen Ruten ganz gut. Mit den Jerkbaits war es vorbei mit dieser komfortablen Köderführung. Damit diese von Natur aus steifen Köder sich ordentlich bewegen, muss mit der Rute nachgeholfen werden. Deshalb ist auch die Jerkbait-Rute klar definiert. Sie muss kurz und hart sein, damit die Rutenbewegungen beim Köder ankommen. Mit einer zu langen oder zu weichen Rute lässt sich die gewünschte Köderführung nicht erzeugen.Auch bei der Lauftiefe der Köder musste umgedacht werden. Haben die normalen Wobbler eine definierte Lauftiefe, so bestimmt der Angler bei Jerkbaits mit, in welcher Tiefe sie laufen sollen. Der Köder kann in sehr unterschiedlichen Tiefen laufen, je nachdem wie weit man das sinkende Modell abtauchen lässt, oder das schwimmende Modelle mit Rutenschlägen in die Tiefe treibt. Zwischendurch kann die Tiefe der Köderführung natürlich verändert werden.


Selbst ist der Angler

 

Wer zum ersten mal jerkt, merkt, es ist anstrengender als normales Spinnfischen. Denn man ist selber die ganze Zeit aktiv, und zwar nicht monoton, sondern in einem regel- oder unregelmäßigen Rhythmus. Man muss sich konzentrieren, damit sich der Köder immer dort befindet, wo man ihn haben will, und das tut, was man will. Das strengt an, bietet aber auch Vorteile. Beim Jerken bestimmen wir alles selber: die Geschwindigkeit des Köders, seine Tiefe, seine Laufintensität. Wir haben einfach viel mehr Möglichkeiten als mit einem Wobbler mit „eingebautem Bewegungsmuster“. Wenn man einmal herausgefunden hat, was mit einem guten Jerkbait alles möglich ist, möchte man kaum noch auf diese Vielfalt verzichten. Und hat man dann auch noch einen schönen Fisch gefangen, weil man mit dem Köder genau das richtige gemacht hat, dann ist man vom Jerken überzeugt. Denn es vermittelt einem das Gefühl, den Fisch selbst viel aktiver überlistet zu haben – und so ist es ja schließlich auch.


Diver-Jerkbaits

 

Ein Diver ist ein Taucher – wörtlich übersetzt. Als Jerkbait bezeichnen die Diver einen Ködertyp, der im Zickzack-Muster auf- und abgeführt wird. Im Gegensatz zu den Jerkbaits vom Typ Glider, die sich horizontal nach links und rechts bewegen, bewegen sich die Diver also auf und ab, ohne allzu sehr zu den Seiten auszubrechen. Ob sie einfache, leicht zu gebrauchende Köder sind oder genau das Gegenteil, darüber streiten sich im Falle der Jerkbaits vom Typ Diver die Experten. Entscheidend dafür, ob man sie für einfach oder schwierig hält, ist sicherlich nicht zuletzt die persönliche Erfahrung, die man mit ihnen gemacht hat. Wer gleich mit ihnen gefangen hat, ist von ihnen überzeugt und vertraut ihnen. Wer sich mit ihnen erfolglos durch mehrere Angeltage gekämpft hat, wird ein anderes Verhältnis zu ihnen haben. Und das kann man niemandem verübeln angesichts der Formen und der Bewegungsweise der Diver. Diver sehen in der Regel sehr einfach und unspektakulär aus und nicht selten ganz wenig wie ein Fisch. Die ältesten Modelle aus Holz, die zum Teil immer noch zu den Besten zählen, sehen kaum anders aus als grade Stückchen eines Besenstiels. In Farbe getaucht und mit einem Auge links und rechts, aber wie eine gelungene Beute-Imitation sieht das nicht aus. Also muss man erst einmal ihrem Äußeren vertrauen – und dann auch noch ihrem Verhalten. Denn Diver werden mit ruckartigen Bewegungen unter Wasser geschlagen, dann lässt man sie auftauchen und bringt sie wieder zum Abtauchen. Daher auch ihr Name (engl. Diver = Taucher). Diese Jerkbaits bewegen sich also in einem Zickzack-Muster auf und ab. Das entspricht auch nicht unbedingt dem natürlichen Schwimmverhalten eines Beutefisches. Am ehesten erinnert es noch an einen sterbenden Fisch, der versucht, abzutauchen, dann aber immer wieder auftaucht. Diver sind also Köder, die ganz und gar nicht auf Ähnlichkeit mit irgendeiner Beute setzen. Sie sollen viel mehr, reizen, provozieren, den Raubfisch neugierig und auf sich aufmerksam machen, damit er die merkwürdige Kreatur attackiert, weil er sie fressen oder verscheuchen will. Ein Kennzeichen vieler Diver besteht in dem keilförmigen Kopf. Vor allem die Oberseite des Kopfes ist meistens abgeflacht. Damit bildet der Kopf, ähnlich wie die Tauchschaufel bei Wobblern, einen Widerstand, der den Köder nach unten drückt.


Lange Tradition in Amerika

 

Während diese Jerkbaits erst vor wenigen Jahren bei uns in Mode gekommen sind, gehören sie in Amerika zu den Kunstködern mit langer Tradition. So wurde der Suick Jerkbait bereits in den 1930er Jahren von Frank Suick entwickelt. Der recht einfach geformte Köder mit einem rechteckigen Körperquerschnitt wurde ursprünglich fürs Angeln auf Muskies entworfen. Das Modell zeigt eine weitere Eigenschaft einiger Diver: Am hinteren Ende des Jerkbaits befindet sich eine kleine Metallplatte, deren Krümmung das Tauchverhalten des Köders gerändert.Eine charakteristische Diver-Gestaltung zeigt der Burt von Musky Mania mit seinem abgeflachten und leicht einziehenden Kopf, auf der sich die Öse befindet. Wenn der Köder angezogen wird, wirkt der Wasserdruck direkt auf diesen Kopfteil und drückt den Burt in die Tiefe. Eine besondere Version dieses Jerkbaits, der Squirrley Burt, hat mit einem Gummischwanz ein zusätzliches Reizelement hat. Auch diese Jerkbaits wurden ursprünglich als Köder für den amerikanischen Musky entwickelt. Aber sie wirken nicht weniger auf unsere inheimischen Hechte. Mit dem Jack von Salmo gibt es dann aber doch auch einen Diver, der sich eng an ein natürliches Vorbild anlehnt. Es handelt sich nämlich um eine sehr gelungen Imitation eines kleinen Hechtes. Große Hechte dulden bekanntlich keine kleineren Artgenossen in ihrer Nähe. Genau das macht sich der kleine Jack-Hecht zu nutze. Diesen Diver gibt es übrigens in einer schwimmenden und einer sinkenden Ausführung. Mit letzteren lassen sich also auch tiefere Gewässerregionen abfischen.


Tauchhilfe

 

Die meisten Diver gibt es aber nur als schwimmendes Modell, das man mit Rutenschlagen unter Wasser bringen muss. Einige Jerkbaits haben dabei einen so starken Auftrieb, dass man sie gar nicht weiter als ein paar Zentimeter unter die Oberfläche bringen kann. Wenn sie damit noch nicht die bissige Tiefe erreichen, muss man die tauchfaulen Diver etwas beschweren. Um das zu bewirken, kann man beispielsweise etwas Bleidraht um die Schenkel der Drillinge wickeln. Man kann aber auch den vorderen Drilling durch ein Birnenblei ersetzen. Wichtig ist bei jeder dieser Maßnahmen erst einmal zu testen, wie der Köder läuft. Denn die Beschwerung darf das Laufverhalten natürlich nicht negativ beeinflussen. Der Jerkbait soll schließlich nicht nur länger, sondern auch verführerisch vor den Augen des Räubers spielen.


Zeit für Diver

 

Der große Unterschied zwischen den beiden großen Gruppen von Jerkbaits besteht darin, dass sich Diver auf- und abbewegen und Glider nach links und rechts. Glider bewegen sich dabei weitgehend konstant in einer Tiefe. Diver lassen sich dagegen wahlweise flacher oder tiefer anbieten. Zupft man sie nur vorsichtig und zurückhaltend, bleiben sie immer dicht unter der Oberfläche. Versetzt man ihnen starke Rutenschläge, dann treibt man sie weiter herunter in die Tiefe. Damit eignen sich diese Jerkbaits besser, um ein ungleichmäßiges Boden- oder Bewuchsrelief zu befischen. Man kann sie also gemächlich über Krautfelder hinwegführen, die bis dicht unter die Oberfläche wachsen. Wenn sich zwischen den Pflanzen Löcher auftun, kann man den Diver aber auch tiefer hinabschicken. Gerade in solchen Situationen entwickelt dieser Jerkbait seine Stärke. Denn an den Kanten der Wasserpflanzen lauern die Raubfische, und genau dort ist man mit dem Diver in der Lage, ihnen einen Köder direkt vor die Nase abtauchen zu lassen. Weil die Diver sich tendenziell eher im Oberflächenbereich bewegen, sind sie vor allem für flachere Gewässer geeignet und für die wärmeren Phasen des Jahres, wenn die Räuber hoch oben jagen. Mit sinkenden oder beschwerten Modellen kann man die Räuberjagd aber auch im Winter und in tieferen Wasserschichten aufnehmen.


Pullbaits

 

In der Bezeichnung Pullbait steckt das Wort pull (engl. = ziehen, reißen). Das Wort bezeichnet also genau das, was man mit jedem Jerkbait macht. Tatsächlich wird der Begriff Pullbait auch für unterschiedliche Jerkbaittypen verwendet. Einige Jerkbaitangler verstehen darunter aber nur die Modelle, die leichter zu bewegen sind als Diver und deren Bewegungsmuster zwischen denen der Diver und der Glider liegt.


Tauchschaufel mal anders

 

Wobbler haben die Tauchschaufel vorne. Nicht so die Jerkbaits vom Typ Diver. Einige dieser Köder haben am Hinterteil so etwas wie eine Tauchschaufel. Der Suick besitzt solch ein Metallplättchen, dass man verbiegen kann, um das Tauchverhalten zu verändern. Je weiter das Metall heruntergebogen wird, desto tiefer taucht der Suick.


Beschweren

 

Wenn ein Diver zu viel Auftrieb hat und zu schnell aufsteigt, lässt sich sein Tauchverhalten durch zusätzliche Beschwerung verändern. Etwas Bleidraht an den Schenkeln der Drillinge oder ein Bleigewicht statt des vorderen Drillings helfen, den Jerkbait länger unter Wasser zu halten. So kann er auch länger seine verführerische Wirkung vor den Augen des Hechtes entfalten. Manch einer muss sich einen Ruck geben, um seinen ersten Versuch mit Jerkbaits zu unternehmen. Danach geht es ruckartig weiter bei der Köderführung. Für einen guten Start empfehlen wir die gleitenden Jerkbaits, die Glider.


Was ist ein Glider?

 

Der englische Name ist dem deutschen ganz ähnlich: ein Glider ist ein Gleiter. Gemeint ist damit, dass dieser Jerkbait-Typ sich gleitend zu den Seiten bewegt. Er bleibt also in einem Tiefenbereich und schlägt horizontal nach links und rechts aus. Dabei gleitet er regelrecht durchs Wasser, wenn er mit einem Ruck bewegt wurde. Jerkbaits, diese spezielle Gruppe von Wobblern, die ihre Bewegungseigenschaften über die Rutenführung erhalten, sind schon einige Zeit bei uns bekannt. Dennoch gibt es immer wieder Schwierigkeiten bei ihrer Unterteilung und der Zuordnung einzelner Modelle. Und als wäre das noch nicht genug, gibt es auch verschiedene Auffassungen zwischen europäischen und amerikanischen Anglern – wieder mal, möchte man fast sagen. Aber dazu später mehr. Wenn wir von Jerkbaits sprechen, dann meinen wir damit massive Wobbler ohne Tauchschaufel, die sich so gut wie gar nicht bewegen, wenn man sie gleichmäßig einkurbelt. Holt man sie dagegen ein, indem man mit gespannter Schnur die Rute nach unten schlägt, zieht es den Jerkbait ruckartig zur Seite oder nach unten. Genau das ist beabsichtigt und kennzeichnet Jerkbaits. Deshalb heißen sie schließlich auch Jerkbaits (engl. jerk = rucken). Sie sind so konstruiert, dass der Angler sie gezielt und nach eigenem Ermessen über die Rute bewegt. Der Angler bekommt also nicht durch die Konstruktion des Köders vorgegeben, wie dieser läuft, sondern er entscheidet selbst, wie schnell und wie intensiv sich der Köder bewegen soll. Grob können wir die Jerkbaits in zwei Gruppen unterteilen: 1. Glider. Das sind Modelle, die sich in einer Wassertiefe im Zickzack zu den Seiten bewegen. Sie gleiten gewissermaßen zu den Seiten – und daher haben sie auch ihren Namen. 2. Diver. Diese Modelle bewegen sich vertikal im Zickzack-Muster, also auf und ab. Wir wollen uns hier erst einmal nur die erste Gruppe, die Glider, vornehmen. Obwohl die Glider ein gewisses Formenspektrum zeigen, sind sehr viele von ihnen seitlich abgeflacht und im Profil leicht bauchig und hochrückig. Das ist geradezu die typische Gliderform – auch wenn es daneben schlankere Modelle gibt.


Klassische Formen

 

Zu einem wahren Klassiker unter den Glidern hat sich der schwedische Buster Jerk von Strike Pro entwickelt. Er zeichnet sich auch durch die klassische Gestalt eines Gliders aus. Er ist im Profil schmal wie aus einem Brett geschnitten, von der Seite gleicht er einem leicht bauchigen Fischchen. Der Buster Jerk vollführt bei ruckartiger Bewegung den charakteristischen Zickzacklauf eines Gliders. Der Jerkbait wurde so sensibel austariert, dass er sehr empfindlich auf Zug reagiert. Das heißt, er kann schon mit sanften Rucken zu seinem Lauf animiert werden. Mit entsprechend stärkeren Schlägen lässt er sich auch aggressiver präsentieren. Ein sehr populärer und extrem fängiger Glider ist auch der Slider von Salmo. Er stellt zugleich ein gutes Anfängermodell dar, mit dem man nichts falsch machen kann. Er verträgt unterschiedliche Schlagstärken und Geschwindigkeiten und behält doch sein Bewegungsmuster bei. Der Slider war auch einer der ersten Jerkbaits, die in Kleinformaten von 5 bis 6 Zentimeter hergestellt wurden. Damit lassen sich auch andere Fische als Großhechte mit diesem Ködertyp erfolgreich beangeln. Der Glidin’ Rap von Rapala zeichnet sich gegenüber vielen anderen Glidern durch einen stärker gerundeten Körper aus. Das macht ihn insgesamt etwas realistischer. Dieser Jerkbait kann klassisch ruckartig geführt werden und zeigt dann seinen Zickzacklauf. Er lässt sich aber auch gleichmäßiger einholen und bewegt sich dann unauffälliger. Vor allem mit realistischeren Farbgebungen ist er dann auch ein sehr guter Köder in klarem Wasser. Ob der Glider in einem realistischen oder fantastischen Design angeboten wird, hängt von der Trübung des Wassers und vom Beißverhalten der Fische ab. Bei schlechter Sicht helfen grelle Farbe oftmals, dem Räuber die richtige Richtung zu zeigen. Im klaren Wasser werden häufig natürlichere Farben besser angenommen. Aber manchmal hilft auch dann eine optische Provokation.


In allen Tiefen

 

Glider gibt es mit unterschiedlichem Schwimm- bzw. Sinkverhalten. Neben schwimmenden werden sinkende Modelle angeboten, die sehr langsam aber auch sehr schnell absinken können. Dementsprechend können mit diesem Ködertyp unterschiedliche Wassertiefen beangelt werden. Die Oberflächen-Modelle bleiben direkt an der Wasseroberfläche. Sinkende Modelle lässt man auf die gewünschte Lauftiefe absinken, um sie dann im Rhythmus der Rutenschläge in der Tiefe laufen zu lassen. Durch längere Absinkphasen kann man sie zwischendurch aber auch tiefer, und durch schnellere, starke Schläge auch höher laufen lassen. Wer seinen Glider beherrscht, kann ihn zu allen Jahreszeiten und an vielen unterschiedlichen Gewässern erfolgreich einsetzen. Die Paradedisziplin für den Glider ist natürlich das sommerliche Jerken in Oberflächennähe. Dabei kann man ihn auch sehr schön über Krautfelder und andere Hindernisse hinweg gleiten lassen und so die lauernder Räuber provozieren. Schwimmende Glider eignen sich überhaupt ausgezeichnet für hindernisreiche Stellen, die sich mit anderen Ködern nur schlecht oder gar nicht beangeln lassen. Viele Raubfischangler schätzen an den schwimmenden Glidern besonders, dass man ihren Lauf beobachten kann. Der Höhepunkt ist dann der Biss, bei dem sich der Hecht manchmal in voller Länge aus dem Wasser katapultiert. Glider, die tiefer laufen, sind manchem Angler nicht geheuer, weil sie unsicher sind, in welcher Tiefe sie laufen. Mit etwas Übung und Vertrauen bekommt man aber heraus, in welcher Tiefe man den sinkenden Glider mit welcher Geschwindigkeit laufen lassen kann. Und damit erschließt man sich ganz neue Möglichkeiten. Denn gerade weil man langsam sinkende Glider auch sehr langsam führen kann, hat man mit ihnen auch ausgezeichnete Winter-Köder. Schön langsam und provozierend angeboten, verführt ein gleitender Jerkbait nämlich auch träge Winterhechte.


Deutsch – Amerikanisch

 

Kommen wir noch einmal auf das deutsch-amerikanische Definitionsproblem zurück. Wir verstehen nicht unbedingt dasselbe unter einem Jerkbait wie amerikanische Angler. Für uns ist ein formaler Aspekt bedeutend bei der Definition, nämlich das Fehlen eine Tauchschaufel. Für den Amerikaner zählt die Jerk-Bewegung, also die ruckartige Köderführung. Und die kann er auch mit einem Wobbler ausführen, der eine Tauchschaufel hat. Deshalb betrachten amerikanische Angler auch einige Wobbler vom Typ Minnow als Jerkbaits. Dagegen würden wir sie niemals als Jerkbaits bezeichnen. Wer sich also auf amerikanischen Internetseiten umschaut, sollte nicht verwundert sein, wenn er dort Jerkbaits findet, die nicht unseren Vorstellungen solch eines Modells entsprechen.


Das Vorfach

 

Wenn ein Glider nach dem Anrucken ausgleitet, besteht die Gefahr, dass er das Vorfach „überholt“ und sich darin verfängt. Deshalb wird von einigen Raubfischangler eine steife Spinnstange aus Stahl empfohlen. Darin kann sich der Jerkbait nicht verfangen. Ein steifes Titaniumvorfach aus einem Strang erfüllt aber auch die Anforderungen an ein Glider-Vorfach und ist dabei unauffälliger als eine dicke Stahlstange.


Ohne Tauchschaufel

 

Jerkbaits haben nach konventioneller deutscher Definition keine Tauchschaufel, die ihr Bewegungsmuster bestimmt. Wie sich ein Jerkbait bewegt, soll schließlich auch der Angler mit den Schlägen und Zupfern seiner Rute selber bestimmen. In Amerika werden aber auch Wobbler mit Tauchschaufel als Jerkbaits bezeichnet, die man schließlich auch ruckartig bewegen kann.

Name:

Jerkbait

Weitere Namen:

Jerken, Wobbler-Jerkbait

Methode:

Spinnfischen

Gruppe:

Raubfischangeln

Anfüttern:

Ohne Anfüttern

Minimale Rollengröße:

2000

Maximale Rollengröße:

5000

Minimale Rutenlänge:

190 cm

Maximale Rutenlänge:

220 cm

Rollenart:

Multirollen
Stationärrollen

Tipps und Tricks