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Angeltechnik Fireball Jig

Fireball

  • Luremaater ???????

    Krzikawski / 22.01.2013 - 16:33 Uhr
  • Der dicke Barsch auf meiner Fotdgallerie ist auf Fireball mit Quiver Shad gefangen worden

    luremaster / 18.01.2013 - 19:04 Uhr
  • Ich angele gerne Gummis auf Fireball da man dort die maximale Aktion der Köder raushohlen kann!

    luremaster / 18.01.2013 - 18:58 Uhr
  • Alois

    Dieser Kommentar wurde leider vom Autor entfernt!

    Alois / 24.08.2012 - 02:16 Uhr
    • Sean-Paul Perez

      Bin gespannt, was Du zu berichten hast! Petri!

      Sean-Paul Perez / 24.08.2012 - 08:56 Uhr
  • Hört sich super an werde das am WE ausprobieren sofern ich den Fireball mal eben auftreiben kann.

    Arturius Rex / 23.08.2012 - 09:49 Uhr
  • Sean-Paul Perez

    Klasse Methode – gerade zum Zanderangeln vom Boot!

    Sean-Paul Perez / 23.08.2012 - 08:22 Uhr
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Beschreibung

Ein Fireball sieht auf den ersten Blick wie ein ganz normaler Jigkopf aus. Der einzige Unterschied zum normalen Jig: Er hat einen sehr kurzen Haken. In Kombination mit dem relativ dicken Bleikopf wirkt er deshalb irgendwie unförmig, als wäre der kurze Haken eingegossen worden, weil kein langer zur Hand war.

Denn um einen Gummifisch aufzuziehen, ist er definitiv zu kurz. Stimmt! Aber dafür ist der Fireball ja auch nicht gedacht. Der Haken wird nämlich nur durch Kopf des Köders gezogen. Da mit dem Einzelhaken alleine die Fehlbissrate logischerweise sehr groß wäre, wird die Kugel immer mit einem Stinger, also einem zusätzlichen Drilling gefischt. Hochwertige Fireballs haben dafür sogar eine extra Öse. Aber selbst mit dem Drilling hat der Köder keinen so guten Halt, dass er kraftvolle Würfe auf Dauer überstehen würde, besonders nicht, wenn statt mit einem Gummifisch mit einem weichen Köderfisch geangelt wird.

Und das ist die nächste Besonderheit: Der Fireball wird nicht wie ein Drachkovitch-System werfend, sondern vertikal vom Boot aus gefischt. Denn nur dabei zeigt der kurze Bleikopf seine volle Stärke. Wenn er knapp über Grund gehalten wird, steht der Köder nämlich perfekt zur Seite ab. Dabei reichen dann schon leichteste Bewegungen des Kopfes oder sogar nur Vibrationen der Schnur aus, damit sich der Köder perfekt mit leichten Zuckungen bewegt. Er wird also nicht wie wild hin und her gezupft, sondern nur langsam auf und ab geführt. Und bei dieser Führungsart hält selbst ein weicher Köderfisch verhältnismäßig gut und lange am Haken.

Ob man den Kopf mit einem Köderfisch oder einem Gummifisch beködert, ist Geschmacksache. Gummifische sind deutlich fester und halten dadurch auch besser am Haken. Und dass Gummis auch fangen, ist klar. Es gibt aber Tage, an denen ist nicht nur die Farbe und die Führungsart ausschlaggebend, sondern auch der Geruch des Köders. Und dann haben Köderfische klar die Nase vorn! Außerdem halten sich durch das langsame Ablassen und den vorsichtigen Führungsstil selbst bei weichen Fischen die Köderverluste in Grenzen, so dass keine Unmengen von Köderfischen nötig sind. Wenn also die Möglichkeit besteht, sollte man einen Fireball immer mit einem Köderfisch fischen!

Name:

Fireball Jig

Weitere Namen:

Fireball

Methode:

Bootsangeln

Gruppe:

Raubfischangeln

Anfüttern:

Ohne Anfüttern

Rollenart:

Multirollen
Stationärrollen

Tipps und Tricks

Stinger einhängen (Tipp: von Stephan Gockel)

Es gibt Fireballs, bei denen unten eine Öse angebracht ist. Hier kann der Stinger befestigt werden. Ich binde allerdings in das Vorfach eine Schlaufe und hänge diese in den Wirbel ein, in dem auch der Fireball befestigt wird. So bin ich deutlich flexibler. Denn mit einem angeknoteten Stinger ist man auf ein bestimmtes Köderformat fixiert. Möchte man größere Köderfische verwenden, ist das Vorfach zu kurz. Anders beim eingehängten Stinger. Ich habe immer mehrere Zusatzdrillinge an unterschiedlich langen Vorfächern dabei. Möchte ich einen größeren Fisch anbieten, kann der Stinger einfach ausgetauscht werden.

Da die Räuber den Köder meist von vorne attackieren, darf man den Drilling nicht zu weit hinten im Fisch platzieren. Sonst werden die Räuber trotz Stinger nicht richtig gehakt. Die Köderführung beim Angeln mit dem Fireball fällt sehr langsam aus. Die Sardelle am Bleikopf wird zum Grund abgelassen. Dann hebt man den Köder im Zeitlupentempo etwa 30 Zentimeter an und lässt ihn danach ganz langsam wieder hinabtaumeln.

Nicht nur beim Anlupfen des Köders, auch in der Absinkphase sollte man voll konzentriert sein. Denn der zum Grund taumelnde Köderfisch am Fireball wird besonders häufig von Zandern attackiert. Meiner Meinung nach ist dieses Phänomen auf das Jagdverhalten der Räuber zurückzuführen. Sie stürzen sich nämlich sehr gerne auf ein verletztes, langsam absinkendes Fischchen. Diese Taktik ist sehr effektiv und spart Energie.

Ich spare mir jedenfalls immer öfter das nervige Köderfischangeln und gehe stattdessen in den Supermarkt. Denn die tiefgefrorenen Sardellen mit Aromaplus sind Rotaugen & Co. überlegen und fangen manchmal sogar besser als unsere ultra modernen Kunstköder.