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Angeltechnik Einfache Posenmontage

Laufpose, Feststellpose, Pose-Standart, Pose-einfach

  • Ich nehmen statt der 3 Schrotbleikugeln ein loses Tropfenblei und legen dies auf Grund, so das der Waggler oder Pose auf der Wasseroberfläche liegt. Bei einem Biss steht die Pose auf und wird weg gezocken ... Habe mit dieser Methode ein paar recht gute Brassen fangen können ...

    Brassenangler / 10.06.2013 - 07:00 Uhr
  • stimmt

    Friedfischliebhaber / 04.01.2013 - 19:47 Uhr
  • Sean-Paul Perez

    Nette Methode – zu empfehlen!

    Sean-Paul Perez / 08.11.2012 - 11:56 Uhr
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Beschreibung

Das Angeln mit der Pose ist die bekannteste und eine der vielseitigsten Angelmethoden.

Die farbenfrohen Bissanzeiger ziehen jeden Angler in ihren Bann.

 

Die Pose zuckt, die Spannung steigt. Die Pose zuckt noch einmal, taucht unter. Anschlag, der Haken sitzt, der Kampf mit dem Fisch beginnt. Das sind Momente, die den Puls des Anglers höher schlagen lassen.

Posen sind in erster Linie Bissanzeiger. Sie zeigen an, wo sich der Köder befindet, wie der Fisch ihn betastet und schließlich aufnimmt. Posen haben aber weitere Funktionen. Sie bestimmen, in welcher Tiefe der Köder angeboten wird: Am Grund, knapp darüber, im Mittelwasser oder nahe der Oberfläche. Mit der Pose können Sie den Köder aktiv führen, in der Strömung wandern lassen oder zurückhalten, in stehenden Gewässern genau in einer Kraut-Lücke oder an einer Böschungskante platzieren, wo Sie die Fische vermuten.

 

Beim Angelgeräte-Händler finden Sie eine große Auswahl von unterschiedlichen Posen vor. Auf die Form und die Größe der Pose kommt es an. Die Art des Gewässers, ob stehend oder strömend, seine Tiefe und die Entfernung, in der Sie angeln möchten, bestimmen die Wahl.

 

Lange, schlanke Posen aus Natur-Material (Pfauenfeder, Balsa-Holz) oder Kunststoff eignen sich für stehende und langsam fließende Gewässer. Mit einer eingesetzten dünnen Antenne setzen sie dem Fisch beim Anbiss weniger Widerstand entgegen. Für die Strömung sind Posen mit einem kompakten Körper aus Balsa oder Hartschaum, kurzer Antenne und langem Kiel besser geeignet. Eine lange Antenne und ein tief unter der Wasseroberfläche liegender Körper geben der Pose die notwendige Stabilität bei Wind und Wellen in stehenden Gewässern.

 

 Blei als Partner

 

Das Bleigewicht auf der Schnur ist der wichtigste Partner der Pose. Partner müssen zu einander passen, die Pose muss entsprechend ihrer Tragkraft richtig austariert werden. Zu viel Blei lässt die Pose untertauchen, das erkennt man sofort. Zu wenig Blei lässt die Pose zu weit aus dem Wasser ragen. Das heißt, ihre Tragkraft ist nicht genügend belastet. Dann spürt der Fisch beim Anbiss einen zu großen Widerstand und lässt den Köder schnell wieder los. In der Regel ist die ungefähre Tragkraft auf den Posen angegeben.

 

Gespaltenes Bleischrot zum Anklemmen auf der Schnur ist die wichtigste Bleiform beim Posenangeln. Es wird in verschiedenen Größen und Gewichten in Verteiler-Dosen angeboten. Klemmen Sie zunächst einige größere Schrote auf die Schnur, so dass der Posenkörper weitgehend unter Wasser liegt. Klemmen Sie dann darunter noch ein paar kleinere Schrote an, bis nur noch die dünne Antenne aus dem Wasser schaut. Verwenden Sie zum Anbringen der Schrote eine Zange (nicht die Zähne!). Aber drücken Sie nicht zu fest, sonst wird die Schnur gequetscht und beschädigt. Beim Austarieren klemme ich die Bleischrote immer erst auf das unterste Ende der Schnur, schiebe sie danach hoch und schneide das Ende ab.

 

Ruten und mehr

 

Die klassische Rute zum Posenangeln auf Friedfische ist eine unberingte Stipp­rute, bei der die Schnur direkt an der Rutenspitze befestigt wird. Bei der Fischerprüfung wird gelehrt, dass man damit auf Köderfische angelt. Das stimmt, aber diese Rute eignet sich auch hervorragend für größere Rotaugen, Brassen, Döbel und andere Weißfische bis ungefähr vier Pfund. Je länger die Rute, umso besser kann man damit die Pose und den Köder dirigieren. Vor allem in der Strömung ist das wichtig. Eine sechs bis acht Meter lange, leichte Teleskop-Stippe ist genau das richtige Gerät, um das elementare Fisch-Gefühl zu entwickeln, das später den erfolgreichen Angler ausmacht.

 

Vielseitiger, weil auch zum Angeln auf weitere Entfernung und auf größere Fische einsetzbar, ist eine beringte Teleskoprute von vier bis sechs Metern mit einer leichten bis mittleren Stationärrolle. Auch diese Rute sollte eine sensible Spitze haben, denn wir fischen mit feinen Schnüren und kleinen Haken. Schnurstärke 0,16 mm auf der Rolle (oder an die Spitze der Stippe angebunden) ist Standard.

 

Schlaufe in Schlaufe verbinde ich diese Hauptschnur mit dem 30 bis 50 Zentimeter langen Vorfach aus Schnurstärke 0,14 bis 0,12 mm. Der Haken bildet das Ende der Montage. Leichte und feindrähtige Haken der Größen 12 bis 16 erhalten beim Stippen auf kleinere Friedfische den Vorzug. Wenn große Brassen die Beute sind, brauchen wir stabilere Haken der Größen 8 bis 10. Form und Größe des Hakens richten sich natürlich auch nach den verwendeten Ködern.

Die Posen werden in einem Posenkasten oder Posenrohr bruchsicher transportiert. Praktisch sind Aufwickler, auf denen Sie fertige Pose-Blei-Montagen zur erneuten Verwendung aufbewahren können. Das „Wahrzeichen“ eines echten Stippers ist die Kiepe als fester Sitz und zum geordneten und sicheren Transport von Posen, Kleingeräten und allem Zubehör.

 

Loten und führen

 

Ausloten ist immer der erste Schritt beim Posenangeln. Mit einem Lotblei am Haken ermitteln Sie die Wassertiefe und die Bodenstruktur an ihrem Angelplatz. Falls Sie dabei am Grund auf Hindernisse oder starke Unebenheiten stoßen, sollten Sie besser die Stelle wechseln. Beim Loten stellen Sie die Pose so ein, dass der Köder in der richtigen Angeltiefe angeboten wird. Die hängt von der Fischart und ihrem Fressverhalten ab. Brassen zum Beispiel nehmen ihre Nahrung vom Grund, also muss der Köder aufliegen. Das erreicht man, wenn der Abstand zwischen Haken und Pose größer ist als die Wassertiefe. Anders ausgedrückt: Beim Ausloten liegt das Lotblei auf Grund, die Pose schwebt 10 bis 20 Zentimeter über dem Wasser. Rotaugen nehmen lieber einen Köder, der knapp über dem Grund schwebt. Wenn beim Ausloten die Antennenspitze gerade noch unter der Oberfläche zu sehen ist, dann stimmt die Tiefe - zumindest für stehende Gewässer.

 

Am Fluss ist alles etwas anders. Je stärker die Strömung auf die Angel einwirkt, umso mehr müssen Sie den Durchlauf der Pose verzögern. Sonst rauscht der Köder unnatürlich schnell an den Fischen vorbei und wird nicht bemerkt. Dann brauchen Sie kräftige Posen mit vier oder mehr Gramm Tragkraft und entsprechend schwerem Blei. An Stelle von Schroten werden beim Strömungsangeln oft kompakte Tropfenbleie verwendet. Die Angeltiefe wird so eingestellt, dass das Blei knapp über dem Grund schwebt und das Vorfach mit Haken und Köder voraus treibt.

 

Blei und Biss

 

Sie sehen, die Montage des Bleis hat Einfluss auf die Köderführung. Sie wirkt sich auch bei der Bissanzeige aus. Wenn eine vorsichtige Schleie den Rotwurm aufnimmt und beinahe spielerisch betastet, darf sie nicht sofort den Widerstand eines schweren Bleigewichts spüren. Sonst lässt sie ihn sofort wieder los. Besonders in stehenden Gewässern ist daher eine verteilte Bebleiung vorteilhaft, bei der nur ein kleines Schrot am Ende der Hauptschnur sitzt und die übrigen, größeren weiter hoch geschoben werden.

 

Fehlbisse, bei denen der Fisch den Köder schnell wieder loslässt, deuten auf einen zu frühen Bleikontakt hin. Wenn Sie keinen Biss erkennen, aber einen leeren Haken oder einen ausgelutschten Köder aus dem Wasser ziehen, hatte der Fisch zu viel Spielraum. Schieben Sie das Blei näher zum Haken oder verkürzen Sie das Vorfach.

Beim Angeln auf Brassen wird oft die Pose so eingestellt, dass ein Teil des Bleis auf Grund liegt. Damit liegt auch der Köder absolut ruhig. Beim Biss reagiert die Pose dann anders als eingangs beschrieben. Der Brassen hebt den Köder und das Blei an, die Pose steigt aus dem Wassser und legt sich flach. Sofort anschlagen!

 

Friedfische sind Schwarmfische. Die Fangchancen steigen, wenn wir sie durch Anfüttern an den Angelplatz locken und zum Fressen animieren. In stehenden Gewässern reichen lose eingeworfene Muster vom Hakenköder oft aus: Maden, Maiskörner, Weizenkörner, Hanf etc. In der Strömung ist es besser, diese Partikel in Futterballen zu binden und zum Grund zu befördern. Angefeuchtetes Paniermehl ist ein bewährtes Futtermittel. Haferflocken geben den Ballen mehr Halt. Darüber hinaus gibt es im Handel eine breite Palette von Futtermischungen für unterschiedliche Gewässer und Fischarten, gewürzt mit (hoffentlich) verführerischen Lockstoffen ...

 

Laufpose und Waggler

 

Manchmal reichen die normalen Posen und Montagen nicht aus, um den Fischen auf die Schuppen zu rücken. Nehmen wir an, Sie fischen an einem See oder Kanal mit 6 Metern Wassertiefe. Ihre Rute ist aber nur 5 Meter lang. Mit 6 Metern Schnur und der Pose direkt an der Rutenspitze können Sie nicht vernünftig werfen. Dann brauchen Sie eine Laufpose. Diese Pose sitzt nicht fest auf der Schnur, sondern gleitet über zwei Ösen an der Schnur entlang. Zum Einstellen der Angeltiefe bringt man auf der Schnur einen Stopperknoten an. Der rutscht problemlos durch die Rutenringe und stoppt die Pose, wenn Blei und Köder die gewünschte Tiefe erreicht haben.

 

An flachen Gewässern sind oft weite Würfe erforderlich, um die scheuen großen Fische zu erreichen. Dafür gibt es eine englische Spezialität: Waggler (Wackelposen), die nur am unteren Ende mit der Schnur verbunden sind. So können sie sich beim Wurf nicht mit dem Vorfach verwickeln. Weitere Spezialität: Einige dieser Posen sind vorbeschwert, tragen also das erforderliche Wurfgewicht im Körper. Wenige kleine Schrote reichen, um sie auszutarieren. Damit kann man weit werfen, und der Köder sinkt dennoch langsam und natürlich im Wasser ab.

Jetzt kommen wir allmählich in den Bereich des Posenangelns für Fortgeschrittene. Wenn Sie daran Spaß finden, sollten Sie sich auch die passende Rute dazu kaufen, eine Matchrute. Das ist eine dreiteilige Steckrute mit Kork-Handgriff und vielen Ringen für eine perfekte Schnurführung. Diese Ruten haben eine so gute Aktion und sind so unwirklich leicht, dass das Posenangeln damit zu einem wirklichen Genuss wird.

Name:

Einfache Posenmontage

Weitere Namen:

Laufpose, Feststellpose, Pose-Standart, Pose-einfach

Methode:

Posenangeln

Gruppe:

Raubfischangeln

Anfüttern:

Mit Anfüttern

Minimale Rollengröße:

2000

Maximale Rollengröße:

20000

Minimale Rutenlänge:

240 cm

Maximale Rutenlänge:

500 cm

Rollenart:

Stationärrollen

Tipps und Tricks