ANGELN.de / Angel-Wiki

Angeltechnik Drop Shot

D-S, Dropshotten, Drop-Shot, Drop-Shot-Angeln, DS, Jiggen-Drop-Shot

Du möchtest auf dieser Seite kommentieren oder dich mit anderen Usern austauschen?
Dann logge dich ein oder registriere dich.

Beschreibung

Einfach fängig

 

Das klassische Dropshot-Rig ist denkbar einfach aufgebaut. Ein Vorfach, ein Haken, ein Blei und ein Gummiköder – mehr braucht es nicht an der Hauptschnur, um einfach zu fangen. Das Dropshot-Rig wurde ursprünglich für das Vertikalangeln unter dem Boot in Verbindung mit dem Echolot und tiefem Wasser erfunden. Es diente zum Ausfischen klar erkannter, fischhaltiger Plätze, die aufgrund großer Hängergefahr für die klassische Jigkopf-Angelei tabu waren. Beim Dropshot-Rig trennte man Haken und Blei und konnte so einen beliebigen Haken krautgeschützt wie beim Texas- oder Carolina-Rig benutzen. Bei einem Hänger verlor man meist nur das Blei, zumal es lediglich auf die Schnur geklemmt statt festgeknotet war. Der zweite große Vorteil, der sich aus der Trennung von Köder und Blei ergab, war der, dass abhängig von Strömung und Wassertiefe das Blei beliebig schwer gewählt werden konnte, ohne dass darunter die Fängigkeit des Köders litt. Bei einem Bleikopfjig, an dem das Blei mit dem Köder verbunden ist, beeinflusst nämlich das Gewicht des Bleikopfes die Fängigkeit des Köders. Je schwerer der Bleikopf sein muss, desto weniger fängt man damit. Denn die meisten barschartigen Raubfische schnappen bzw. greifen ihre Beute nicht, sondern saugen sie mit einen großen Schwall Wasser ins Maul. Je schwerer also der Köder durch den daran befindlichen Bleikopf ist, desto schlechter lässt er sich ansaugen und desto weniger Bisse bzw. desto mehr Fehlbisse bekommt man.


Schwerelos am Grund

 

Bei einem Dropshot-Rig sind Blei(kopf) und Köder voneinander getrennt. Dadurch befindet sich der Köder immer weit genug weg vom Blei, so dass der Köder in seinem Spiel und bei einem Biss nicht mehr behindert wird. Damit kann das Bleigewicht immer den jeweiligen Verhältnissen angepasst gewählt werden, ohne dadurch Nachteile beim Beißverhalten befürchten zu müssen. Darin – in der Trennung von Blei und Köder – besteht im Wesentlichen die Überlegenheit des Dropshot-Rigs gegenüber allen Angelmethoden, bei denen eigenschwere Köder auch gleichzeitig als Wurfgewicht dienen. Fischen auf der Stelle Der zweite Vorteil des klassischen Dropshot-Rigs liegt darin, dass man einen Gummiköder fängig auf der Stelle halten kann und nicht, wie bei den meisten anderen Spinnangelmethoden, den Köder permanent fortbewegen muss, um ihn fängig zu halten. Der Drop­shotköder kann auf der Stelle tanzen und spielen, während das Blei die Montage dabei wie ein Bootsanker auf der Stelle hält. So lassen sich nicht nur kleine, eng begrenzte Hotspots ausfischen, sondern auch inaktive Fische aus der Reserve locken, die auf einen flüchtig vorbeieilenden Spinnköder nicht reagieren würden. Dabei lässt sich auch der Abstand über Grund, den der Köder einhalten soll, beim Dropshotangeln im Gegensatz zu anderen Techniken sehr genau und präzise einstellen beziehungsweise einhalten. Er wird gesteuert vom Abstand zwischen Blei und Haken beziehungsweise Köder sowie vom Eintrittswinkel der Schnur ins Wasser. Dazu weiter unten mehr. Jedes Spiel möglich Die am häufigsten gestellte Frage ist die, wie ein Dropshot-Rig gefischt bzw. ein Dropshotköder bewegt werden muss. Die einzige wirklich allgemeingültige Antwort darauf ist: auf keinen Fall wie ein Blinker oder Blei-Jig! Ein Dropshot-Rig entfaltet seine Fängigkeit durch das Spiel des Köders auf der Stelle, nicht durch Hereinholen wie Wobbler, Spinner oder Co.. Wenn das Drop­shot-Rig durch entschlossenes Anheben des Bleis von der Stelle bewegt wird, dann deshalb, um den Köder wegen Erfolglosigkeit ein Stück weit zu versetzen – und nicht, um beim Einholen Bisse zu bekommen wie etwa beim Spinner oder Bleijig. Ansonsten ist erlaubt, was den Fischen gefällt: Das Blei wird auf dem Grund abgesetzt und dann wird dem Köder mit sanften Schlägen, Zittern und Rucken Leben eingehaucht.


Pause, bitte!

 

Wichtig sind regelmäßige Pausen, in denen der Köder einfach nur bewegungslos steht – und in denen sehr oft die Bisse kommen. Es kann Tage geben, an denen der Köder am besten fängt, wenn die Pausen länger sind als die Bewegungsphasen und in denen der Köder fast gar nichts tut. Das Dropshot-Rig ist eine Angeltechnik aus der Finesse-Angelei. Seine größte Fängigkeit entfaltet es dann, wenn es mit feiner, maximal 14 Pfund tragender und weitgehend unsichtbarer Fluorocarbonschnur gebunden wird. Wo es die Bedingungen erlauben, sollte man sich daher auch an diese Schnurempfehlung halten. Wie montieren? Allerdings gibt es bei uns in vielen Gewässern Hechte. Auch Hechte beißen aufs Dropshot-Rig. Wo sie in größerer Zahl vorkommen und daher regelmäßig mit ihnen gerechnet werden muss, empfiehlt es sich, beim Binden eines Drop Shot-Rigs dickeres Fluorocarbon einzusetzen: mindestens 0,50 mm Durchmesser. Sollte dann ein Hecht beißen, bestehen gute Chancen, ihn auch zu landen, so lange der Drill mit Fingerspitzengefühl erfolgt und nicht zu sehr forciert wird. Beim Binden der Montage sollte man auf ausreichenden Abstand zwischen Blei und Haken achten. Laut Faustregel sollte dieser Abstand zwischen 30 und 50 Zentimeter betragen. Wird jedoch sehr weit geworfen, kann es sinnvoll sein, diesen Abstand bis auf 1,5 Meter zu erhöhen. Damit ist sichergestellt, dass der Köder trotz des spitzen Winkels zwischen Schnur und Gewässergrund einen ausreichend fängigen Abstand zum Grund hält. Das Drop Shot-Rig gilt bei manchen fälschlicherweise als eine Technik zum Fang kleiner Fische. Das ist absolut falsch! Große Zander, Hechte und Barsche lassen sich gezielt mit dem Drop Shot-Rig fangen!“ „Das klassische Drop Shot-Rig galt in Übersee als das „vielleicht beste Schwarzbarsch-Rig“ der Welt. Bei uns hat es sich auf Barsch und vor allem Zander in vielen Situationen als dem Bleikopfjig ebenbürtig oder überlegen erwiesen.

 

Fünf Vorteile von Dropshot

 

Das Drop Shot-Rig weist gegenüber dem Angeln mit Jigs mehrere Vorteile auf:


1. Es sammmelt viel weniger Kraut und Unrat auf als ein Jig.

 

2. Mit dem Dropshot-Rig kann man extrem hängerträchtige Bereiche erfolgreich und mit geringen Verlusten befischen.

 

3. Die Fehlbissrate ist oft geringer als beim Bleikopf, weil der Dropshot-Köder „schwerelos“ ist.

 

4. Der Köder verschwindet nicht so schnell wie ein Jig aus dem Sichtfeld inaktiver Fische, kann sogar auf der Stelle über Grund „stehen“ und provoziert dadurch auch Bisse unentschlossener Räuber.

 

5. Der Köder kann deutlich über Grund schwebend gefischt werden.

Name:

Drop Shot

Weitere Namen:

D-S, Dropshotten, Drop-Shot, Drop-Shot-Angeln, DS, Jiggen-Drop-Shot

Methode:

Spinnfischen

Gruppe:

Raubfischangeln

Anfüttern:

Ohne Anfüttern

Minimale Rollengröße:

1000

Maximale Rollengröße:

4000

Minimale Rutenlänge:

190 cm

Maximale Rutenlänge:

300 cm

Rollenart:

Multirollen
Stationärrollen

Tipps und Tricks