ANGELN.de / Angel-Wiki

Angeltechnik Crawler

Du möchtest auf dieser Seite kommentieren oder dich mit anderen Usern austauschen?
Dann logge dich ein oder registriere dich.

Beschreibung

Auffälliger Krachmacher

 

Der wohl auffälligste Oberflächenköder – vom Aufbau und seinen Bewegungen her – ist der Crawler. Die amerikanische Erfindung platscht durchs Wasser wie ein wild gewordener Schwimmer und macht dabei die Räuber wild.

Mit etwas Phantasie könnte man den Schwimmstil als Kraulen bezeichnen – daher auch der Name des Köders. Der Crawler sieht auffällig anders aus als all die anderen Oberflächenköder.

Der plumpe Körper ist weder Fisch noch Fleisch nachempfunden, er ist irgendetwas dazwischen. Die beiden Metallflügel sind schon ganz und gar keinem lebenden Vorbild nachgeformt. Sie stellen allerdings das entscheidende Merkmal des Köders dar. Die bewegen sich nämlich beim Einholen und erzeugen die außergewöhnlich auffällige Aktion des Crawlers.

 

Alter Amerikaner

 

Was soll dieser Crawler darstellen? Einen ins Wasser gefallenen Jungvogel, der weder fliegen noch richtig schwimmen kann? Einen orientierungslosen Kleinsäuger wie Maus oder Ratte? Eine zu groß geratene Libelle? Egal, darüber müssen wir gar nicht so lange nachdenken. Der Fisch tut es sicher auch nicht. Von dem Crawler geht ein Reiz aus, der Raubfische zur Attacke zwingt. Das ist das entscheidende. Ob die sonderbare Kreation dabei irgendetwas Natürliches imitiert, ist Nebensache.

Crawler sind eine gar nicht ganz neue amerikanische Kreation. Bereits 1940 kamen die ersten Modelle auf den Markt. Sie werden dort mit großem Erfolg beim Angeln auf Musky und Schwarzbarsch eingesetzt. Vorraussetzung ist natürlich immer, dass die Räuber bei der Jagd oberflächenorientiert sind. Das gilt auch bei uns, wenn der Crawler hier auf Hecht eingesetzt wird. Die Hechte müssen in dem Gewässer schon aggressiv auf Beute an der Oberfläche reagieren, sonst wäre der Crawler für sie etwas zu verrückt.

 

Für Liebhaber

 

So kompliziert der Crawler aussieht, so einfach ist er zu bedienen. Er wird nämlich nur ausgeworfen und eingekurbelt. Schließlich erzeugt er selber so viel Bewegung, dass man nicht noch mit der Rute nachhelfen muss. Sinnvoll ist es aber, beim Einholen mal einen Spinnstopp einzulegen. Einen Räuber, der den Crawler beobachtet, macht das neugierig und kann bei ihm den Bissreflex auslösen.

Crawler sind bei uns natürlich ungewöhnliche Köder für Ausnahmesituationen und Ausnahmefische. Längst nicht überall wird man die Räuber mit dem lärmenden Oberflächenköder zum Angriff bewegen können. Und wenn es gelingt, muss man darauf gefasst sein, dass es zu einem Fehlbiss kommt. Die Fehlbiss-quote ist an der Oberfläche generell höher, und beim Crawler tragen die sperrigen Metallflügel zusätzlich zum Misslingen mancher Attacke bei. Crawler sind deshalb vor allem Liebhaberköder für Raubfischangler, die einmal einen besonderen Kick haben wollen. Den kriegt man nämlich garantiert, wenn man einen wütenden Hechtangriff auf den Crawler erlebt.

 

Auf und zu

 

Der Crawler heißt Krauler, weil er wie ein Schwimmer durchs Wasser krault. Für die auffälligen Bewegungen sorgen seine beiden Metallarme, die sich beim Einholen auf und zu bewegen. Aufsehen erregendes Geplatsche ist damit garantiert. Und Raubfische, die sich davon genervt fühlen, die packen auch zu. Ob sie hängen bleiben? Das ist auch etwas Glückssache, denn die Arme verursachen auch Fehlbisse.

Name:

Crawler

Methode:

Spinnfischen

Gruppe:

Raubfischangeln

Tipps und Tricks